Unterwasser-Operation an Flugzeug-Wrack von Sala

Zwei Wochen nach dem Absturz des argentinischen Fußballers Emiliano Sala über dem Ärmelkanal bereiten sich die britischen Behörden nach der Ortung des Flugzeugwracks auf eine Bergung vor.

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APA/AFP/SEBASTIEN SALOM GOMIS

In den kommenden Tagen werde eine "Unterwasser-Operation" zu dem Wrack am Grund des Ärmelkanals gestartet, teilte ein Sprecher der Behörde für die Untersuchung von Luftfahrtunglücken (AAIB) am Dienstag mit. Ob das gefundene Wrack tatsächlich gehoben werden könne, wollte der Sprecher nicht bestätigen.

Der private Bergungsunternehmer David Mearns, der das Wrack im Auftrag von Salas Familie am Sonntag geortet hatte, mahnte indes zur Eile. "So tragisch ein solcher Verlust ist: Es wird noch viel schlimmer, wenn die sterblichen Überreste nie geborgen werden", betonte Mearns. Daher sei es "absolut zwingend, nun mit der Bergung des Flugzeugs und der sterblichen Überreste zu beginnen".

Mearns hatte das Flugzeug geortet. Die AAIB teilte dann am Montag mit, an Bord des Wracks sei einer der beiden Insassen. Ob es sich um Sala handelt oder den britischen Piloten, war zunächst nicht klar. Das Wrack liegt in knapp 70 Metern Tiefe.

WhatsApp-Sprachnachricht bewegt die Welt

Die einmotorige Propellermaschine mit dem 28-jährigen Fußballer an Bord war vor zwei Wochen rund 20 Kilometer nördlich der Kanalinsel Guernsey vom Radar verschwunden. Sala war nach seinem Transfer von 17 Millionen Euro von Nantes zu seinem neuen Club Cardiff City in Wales unterwegs. Nachdem er am 21. Jänner seine Sachen im Trainingszentrum des französischen Erstligisten abgeholt hatte, flog er mit der Propellermaschine vom Typ Piper PA-46 Malibu in Richtung der walisischen Hafenstadt.

Kurz vor seinem Verschwinden hatte Sala laut argentinischen Medienberichten in einer WhatsApp-Nachricht an Freunde Sorgen über den Zustand der Maschine geäußert. "Ich habe solche Angst", sagte er demnach in der Sprachnachricht. Die Maschine scheine auseinanderzufallen. Der 59-jährige Pilot hatte Medienberichten zufolge keine Zulassung für kommerzielle Flüge mit Passagieren.

(APA)

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