Steirische Premier-League-Expertise

Trainer Ralph Hasenhüttl hat mit dem FC Southampton den Klassenerhalt geschafft. Jürgen Klopp ist begeistert.

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APA/AFP/ADRIAN DENNIS

Auch in der kommenden Premier-League-Saison wird ein Steirer die englischen Branchengrößen herausfordern. Trainer Ralph Hasenhüttl hat mit seinem FC Southampton vor zwei Wochen den Klassenerhalt fixiert. „Wir haben sehr viele Punkte holen müssen, es ist unglaublich“, meinte der 51-Jährige. Der frühere ÖFB-Teamstürmer hatte die „Saints“ im Dezember in den Abstiegsrängen übernommen – und schaffte die Wende: In bisher 24 Ligaspielen unter Hasenhüttl gab es acht Siege, zehn Niederlagen und sechs Remis. „Wir haben viel gelernt in dieser Zeit und gezeigt, wie schön wir spielen können. Wir haben es verdient.“

Dass Hasenhüttl bei seiner Mission Klassenerhalt auch auf junge Eigenbauspieler gesetzt hatte, brachte ihm ein Lob von Liverpool-Coach Jürgen Klopp ein: „Eine mutige Entscheidung. Er macht einen unglaublichen Job.“

Hasenhüttls Vertrag in der 250.000-Einwohner-Stadt an Englands Südküste läuft bis 2021. Kommende Saison will er sich einen weiteren Abstiegskrimi aber ersparen. „Wir werden uns im Sommer neu aufstellen“, kündigte Österreichs erster Cheftrainer der Premier League an. „Ein bisschen weniger Stress wäre schön.“

Für Aufsehen sorgte der Grazer in England auch, weil er den Southampton-Profis in den Teamhotels das Internet verboten hat. Spieler hätten bis drei Uhr morgens Computerspiele gezockt. „Es ist kein kleines Problem. Du musst aktiv sein und sie schützen“, erklärte Hasenhüttl. ?

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.05.2019)

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