Nichts zu holen für Rapid in der Südstadt

Die Admira ging bereits nach 37 Sekunden in Führung und gewann am Ende mit 3:1. Rapid-Fans sorgten erneut für eine Spielunterbrechung.

Jakolis jubelt über das 1:0
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Jakolis jubelt über das 1:0
Jakolis jubelt über das 1:0 – GEPA pictures

Nach der gefühlten Niederlage im Derby (2:2) musste sich Rapid bei der Admira tatsächlich erstmals in dieser Saison mit 1:3 geschlagen geben. Bereits nach 37 Sekunden nahm das grün-weiße Unglück seinen Lauf, als Schwab den Ball an Sax verlor, dieser Jakolis bediente und der Kroate auf 1:0 für die Südstädter stellte. Die Hütteldorfer ließen sich von dem frühen Gegentor aber nicht aus der Fassung bringen, verbuchten durch Schwab (20./Stange) und Schaub (27.) gute Chancen. Mit bis zu 70 Prozent Ballbesitz spielte Rapid gefällig, die Angriffe blieben aber zu oft im Mittelfeld hängen.

Nach der Pause verteidigte die Admira höher und brachte die Offensive der Gäste quasi zum Erliegen. Stattdessen traf ein Ex-Rapidler gleich doppelt: Erst schloss Starkl nach Lochpass durch die Beine von Torhüter Strebinger ab (63.), wenig später erhöhte er mit einem sehenswerten Weitschuss auf 3:0 (65.). Den mitgereisten Rapid-Fans war das zu viel, wie gegen die Austria flogen Becher und Fahnenstangen auf das Feld. Schiedsrichter Schörgenhofer unterbrach das Spiel – unter Protesten von beiden Seiten. Harte Konsequenzen seitens der Bundesliga sind nun gefragt.

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Ordner räumen Gegenstände vom Feld
Ordner räumen Gegenstände vom Feld – APA/GEORG HOCHMUTH

Nach Fortsetzung der Partie hatte Admira die Riesenmöglichkeit auf das 4:0, doch Sax scheiterte an Strebinger. Mit dem Mut der Verzweiflung fand auch Rapid wieder ins Spiel und Joelinton ließ noch einmal Hoffnung aufkommen. Der Brasilianer erkämpfte sich selbst den Ball und umkurvte nach Doppelpass mit Kuen Keeper Leitner zum 1:3 (78.). Anschließend hatte der eingewechselte Kvilitaia Pech, als sein Kopfball nur die Latte traf (80.). Die Hausherren spielten die Konter viel zu inkonsequent, Starkl (82.) und Sax (86.) vergaben in Überzahlsituationen die endgültige Entscheidung. Letztlich war der Admira-Sieg aber nicht mehr in Gefahr, den negativen Schlusspunkt setzte Murg, der beim frustrierten Ball-Wegschießen den Assistenten traf und Rot sah (92.).

Böse Erinnerungen an letzte Saison

„Wir starten richtig schlecht, haben die Admira danach gut im Griff, aber machen unsere Chancen nicht. In der Pause nehmen wir uns viel vor und schenken dann das Spiel her. Leider ähnelt das sehr letzter Saison, wir müssen uns schnell etwas einfallen lassen“, resümierte Rapid-Kapitän Stefan Schwab. Zum Fehlverhalten der Fans sagte er: „Das gehört nicht dazu. Damit muss sich der ganze Verein beschäftigen.“

Admira-Coach Damir Buric zeigte kein Verständnis für die Spielunterbrechung. „Wenn wir im Rhythmus sind und Spiel so weit fortgeschritten ist, muss man weiterspielen lassen. Diese Unterbrechung hat uns gar nicht gut getan“, so der Kroate, der insgesamt mit der Vorstellung seiner Mannschaft zufrieden war. „Rapid ist Mannschaft mit hoher individueller Qualität, so eine Phase muss man überstehen und unsere Zeit ist gekommen. Wir haben Räume gefunden und genutzt. Am Ende waren wir unkonzentriert im Abschluss, aber war trotzdem ein tolles Spiel.“

(swi)

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