Sturms Rapid-Rezept: „Daheim auskontern“

Bundesliga: Gelingt den „Blackies“ gegen Rapid die Trendwende?

Heiko Vogel
Heiko Vogel
Heiko Vogel – APA/EXPA/JFK

Graz. Sturm Graz könnte im Bundesligaschlager gegen Rapid die Wende nach einem verpatzten Saisonstart schaffen. Gelingt den Steirern heute gegen die in der Europa-League erfolgreichen Grün-Weißen der Befreiungsschlag, winkt der Mannschaft und Trainer Heiko Vogel eine ruhige Länderspielpause. Dieser könnte sich bei einem Punktgewinn wohl auch auf Rapids Goran Djuricin erfreuen.

Trotz Heimvorteils schanzte Vogel seiner Mannschaft die Außenseiterrolle zu. „Ich glaube, dass Rapid von der Qualität her näher an Salzburg dran ist als am Rest der Liga. Sie haben sich in der Offensive unfassbar gut verstärkt“, sagte der Deutsche. Er stellt seine Mannschaft auf weniger Ballbesitz als üblich ein. „Wir können aber über Konter zum Erfolg kommen.“

Mit Blick auf die Sonntagspartie sprach Vogel von einem „speziellen Spiel“, auf das sich alle riesig freuen würden. „Ich erwarte ein volles Haus und wie immer bei diesem Duell eine sehr gute Stimmung.“ Bis Freitagmittag waren 13.500 Karten verkauft.


400. Heimsieg? Rapid gratulierte Vogel nach dem Aufstieg gegen FCSB in die Europa-League-Gruppenphase. „Das ist schön für den österreichischen Fußball.“ Eine etwaige Müdigkeit nach dem kräftezehrenden Spiel und der Heimreise ließ er nicht gelten. „Der Erfolg der Qualifikation ist sicher gut fürs Selbstbewusstsein.“

Bei einem Punktgewinn könnte Sturm laut Klubangaben den 400. Heimsieg, aber auch das 400. Heim-Unentschieden seit Ligagründung (1974) holen. Die Statistik spricht für die Grazer, die die jüngsten fünf Kräftevergleiche (inklusive Cup) nicht verloren haben. Auch Vogel sieht die Chancen intakt. „Ich habe gegen den WAC (1:1, Anm.) und im Training gesehen, dass die Tendenz bei uns bergauf geht. Auch wenn wir noch nicht dort sind, wo wir sein können und wollen.“

Ob selbst ein am Maximum spielender Kader qualitativ mit der Cup-Mannschaft des Vorjahrs mithalten könne, wollte Vogel allerdings nicht eindeutig beantworten. Einerseits sei der Vergleich schwierig. Andererseits hänge der Erfolg einer Mannschaft auch von anderen Kriterien ab, das Momentum etwa mache viel aus. „Wenn es nur von der Qualität abhängen würde, müsste Salzburg ohne Zweifel in der Champions League sein“, erklärte Vogel.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.09.2018)

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