Der Härtetest für den Höhenflug

St. Pölten empfängt als Zweiter im Spitzenduell am Samstag „Goliath“ Salzburg. Am Sonntag steigt in Hütteldorf das Derby.

St. Pölten hatte in dieser Saison bislang viel Grund zum Jubeln.
St. Pölten hatte in dieser Saison bislang viel Grund zum Jubeln.
St. Pölten hatte in dieser Saison bislang viel Grund zum Jubeln. – (c) APA/EXPA/JAKOB GRUBER (EXPA/JAKOB GRUBER)

St. Pölten/Wien. Im Spitzenduell der Bundesliga empfängt St. Pölten am Samstag (17 Uhr, live Sky) als Tabellenzweiter Spitzenreiter Salzburg. Saisonübergreifend seit zwölf Pflichtspielen sind die Niederösterreicher unter Dietmar Kühbauer ungeschlagen. „Persönlich gibt mir das nichts, weil ich kein Statistiker bin. Die Zahlen helfen aber mir, der Mannschaft und dem Klub“, so der Trainer. Mit Punktgewinnen gegen Austria (0:0) und Sturm Graz (2:0) hat sich seine Mannschaft heuer bereits gegen große Namen behauptet, das Duell mit dem noch makellosen Meister ist freilich ein echter Härtetest. „Wir wissen, dass da ein Qualitätsunterschied da ist. Wir werden alles reinlegen, um am Ende den Goliath vielleicht doch in die Knie zu zwingen“, sagte Kühbauer.

Trotz der klaren Außenseiterrolle dürfe sich St. Pölten nicht gänzlich in der Defensive verstecken. „Salzburg ist so gut, dass sie immer Chancen vorfinden werden. Entscheidend wird sein, dass wir die Bälle, die wir kriegen, mutig nach vorn spielen“, erklärte Kühbauer. Innenverteidiger Daniel Drescher ist nach Außenbandanriss wieder fit, Eldis Bahrami und Dominik Hofbauer fallen aus.

Salzburg hat alle bisherigen acht Bundesliga-Duelle gewonnen, Coach Marco Rose ist dennoch gewarnt: „Das ist eine Mannschaft, die ihr System gefunden hat, stabil verteidigt und nach vorn Akzente setzt.“ Im Tor steht am Samstag Alexander Walke, um Spielpraxis für das Europa-League-Spiel gegen Leipzig zu sammeln.

 

Violette Durststrecke

Der Schlager der Runde folgt am Sonntag im Westen Wiens. Im 327. Derby trachtet die Austria in Hütteldorf nach dem ersten Auswärtssieg in dieser Saison. „Wir wissen, was uns erwartet – taktisch und personell“, sagte Austria-Trainer Thomas Letsch und prophezeite „ein Spiel mit offenem Visier“. Die grün-weiße Unruhe um Goran Djuricin, dessen Ablöse die Fans fordern, wollte der Deutsche nicht kommentieren. „Es steht mir nicht zu, zu beurteilen, was bei anderen Vereinen passiert“, sagte der 50-Jährige. „Generell finde ich es erschreckend, wie schnelllebig das Geschäft geworden ist.“ Ihm tue es gut, das Vertrauen des Klubs zu spüren. „Uns zeichnet aus, dass es ein Miteinander gibt. „Wir gehen den Weg gemeinsam, und ich bin überzeugt, dass wir Erfolg haben werden.“ (swi)

Samstag: St. Pölten – Salzburg, Admira – Sturm, Hartberg – Altach (alle 17 Uhr).

Sonntag: Mattersburg – Lask, WAC – Innsbruck (je 14.30), Rapid – Austria (17 Uhr).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.09.2018)

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