Goran Djuricin ist nicht mehr Rapid-Trainer

Nach dem 0:2 gegen den SKN St. Pölten gab der Fußball-Bundesligist am Samstagabend die Trennung bekannt.

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Neun Runden, neun Punkte. Dieser für Rapid-Ansprüche katastrophale Bundesligastart kostete nun Trainer Goran Djuricin den Job. Das jüngste Kapitel der Negativserie: Eine 0:2-Heimniederlage gegen St. Pölten, nach der Sportdirektor Fredy Bickel erklärte: „Wir haben auf einem Befreiungsschlag gehofft, er ist nicht geschehen. Wir sind gemeinsam zum Schluss gekommen, dass es das Beste ist, den Trainer freizustellen.“

Vorangegangen war eine Partie, in der aus grün-weißer Sicht alles schiefgelaufen ist, was schieflaufen kann. Bemühte, aber im Spielaufbau limitierte Rapidler vergaben zwei gute Chancen auf die Führung (Müldür, 20. Minute und Alar, 32.), kassierten dann einen unglücklichen Gegentreffer, weil sich Goalie Strebinger den Ball ins eigene Tor faustete (44.), und liefen diesem Rückstand nach knapp einer Stunde nur noch zu zehnt hinterher (Gelb-Rot gegen Ivan). Die Folge: Balic verwertete einen St. Pöltner Konter zur Entscheidung (64.), die völlig verunsicherten Hütteldorfer brachen auseinander. Am Ende standen drei Torschüsse zu Buche, nach Schlusspfiff hallten die inzwischen bekannten „Gogo raus“-Sprechchöre durchs Allianz Stadion.

Von Djuricin – der 43-Jährige war seit April 2017 im Amt – gab es keine Erklärung. „Es kann sich niemand ein Bild machen, was auf ihn eingeprasselt ist. Er hat auch zum Schluss seinen Mann gestanden“, meinte Bickel. Wie schon Rapid-Präsident Michael Krammer, der noch zu Vertrauen aufgerufen hatte, sprach Bickel von einem „Rucksack“, den das Team zu schleppen hätte. „Die Mannschaft hat sich schwer getan, diesen Druck abzulegen.“

Das wird nun die Aufgabe von Djuricins Nachfolger sein. Namen werden erst nach der Sitzung des Rapid-Präsidiums am Montag kommuniziert. Der immer wieder gehandelte Dietmar Kühbauer, der mit St. Pölten nun den Abgang von Djuricin besiegelte, verfügt jedenfalls über keine Ausstiegsklausel.

Salzburg hat indes einen alten grün-weißen Bundesliga-Startrekord gebrochen. Mit einem 4:1 beim WAC, dem neunten Sieg im neunten Saisonspiel, überbot der Meister Rapids Acht-Spiele-Serie von 1987/88.

(red.)

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