Somalia: Islamisten töten zwei Fußball-Zuseher

Die Gruppe Hizbul Islam verbietet den Einwohnern jede Form der Unterhaltung, darunter auch WM-Schauen. Am Sonntag und Montag drangen die radikalen Islamisten in Häuser ein und feuerten.

Public Viewing in Mogadischu
Public Viewing in Mogadischu
(c) AP (Mohamed Sheikh Nor)

Somalische Islamisten haben zwei Menschen getötet und Dutzende weitere gefangen genommen, weil sich diese eine Übertragung der Fußball-WM im Fernsehen ansahen. Bewohner berichteten, maskierte Kämpfer der Gruppe Hizbul Islam seien am Sonntag und Montag im Afgoi-Distrikt in Häuser eingedrungen und hätten das Feuer eröffnet.

Hizbul Islam und eine andere Gruppe namens Al-Shabaab kontrollieren weite Teile des ostafrikanischen Landes und der Hauptstadt Mogadischu. In ihrer Auslegung des Islam haben sie Sport, Musik und Tanz verboten. Viele Bewohner in den von Islamisten kontrollierten Gebieten des Landes schauen dennoch heimlich Übertragungen von der WM in Südafrika.

Seit Beginn des Islamisten-Aufstands vor drei Jahren wurden 21.000 Menschen getötet und 1,5 Millionen Menschen vertrieben. Nur kleine Teile des Landes werden noch von der Regierung und den Friedenstruppen der Afrikanischen Union kontrolliert.

(APA)

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