Gary Woodland gewinnt die US Open

2,25 Millionen Dollar hat der US-Golfprofi für seinen Sieg kassiert. Major-Debütant Sepp Straka landet auf Platz 28.

USA TODAY Sports

US-Golfprofi Gary Woodland hat mit dem Triumph bei der 119. US Open den ersten Major-Titel seiner Karriere gewonnen und Titelverteidiger Brooks Koepka den Eintrag in die Geschichtsbücher verwehrt. Für den österreichischen Major-Debütanten Sepp Straka war das Turnier in Pebble Beach nach Platz 28 auch ein medialer US-Durchbruch. Bernd Wiesberger wurde 76.

Woodland spielte am Sonntag (Ortszeit) bei diesem mit 12,5 Mio. Dollar dotierten Top-Event eine 69er-Finalrunde auf dem Par-71-Kurs in Kalifornien und sicherte sich mit insgesamt 271 Schlägen den Sieg beim dritten Major-Turnier des Jahres. Für seinen vierten Erfolg auf der PGA-Tour kassierte der 35-Jährige ein Preisgeld von umgerechnet 2 Mio. Euro.

US-Star Koepka, der das Turnier in den vergangenen beiden Jahren gewonnen hatte, musste sich diesmal bei drei Schlägen Rückstand mit Platz zwei zufriedengeben. Mit dem dritten Sieg in Folge hätte Koepka den 114 Jahre alten Rekord von Willie Anderson eingestellt, der 1903, 1904 und 1905 bei den US Open gesiegt hat. "Gary hat heute eine verdammt gute Runde gespielt", zollte Koepka dem Sieger Respekt. "Das so stilvoll zu beenden, ist ziemlich cool." Der 15-fache Major-Sieger Tiger Woods (282 Schläge) wurde in Pebble Beach 21.

Straka benötigte insgesamt nur einen Schlag mehr als der US-Superstar, beendet sein erstes Major mit 283 Schlägen als geteilter 28. und kassierte für das beste Major-Debut eines Österreichers 76.422 Dollar. Diese fast 68.000 Euro sollten ihm beim Kampf um den Erhalt der Spielberechtigung auch für nächstes Jahr deutlich helfen. Der gebürtige Wiener hat als erster Österreicher überhaupt die Karte für die US-Tour gelöst.

Straka hatte nach der souveränen Qualifikation für die US Open schon mit seiner 68er-Auftaktrunde und Platz acht am Donnerstag für Aufsehen gesorgt. "Golf Digest" widmete dem anfangs von den Veranstaltern noch als US-Spieler geführten Doppel-Staatsbürger und dessen ungewöhnlicher Lebensstory eine Riesengeschichte.

Nach durchwachsenen Runden am Freitag (72) und Samstag (76) legte der "Georgia Bulldog" beim Finale am amerikanischen Vatertag trotz Doppelbogey-Beginn dank dreier Birdies und einem grandiosen Eagle mit 67 Schlägen und der zweitbesten Runde des Schlusstages erfolgreich nach. Durch Platz 28 verbesserte sich Straka in der Weltrangliste um gleich 47 Plätze und steht als 312. knapp vor den Top-300.

Viel Zeit zum Durchschnaufen hatte Straka nach seinem Bravourstück freilich nicht. Für den 26-Jährigen ging es wegen der PGA-Tour sofort von der West- an die US-Ostküste zur am Donnerstag beginnenden Travelers Championship (7,2 Mio. Dollar) in Cromwell (Connecticut).

Noch größeren Reisestress hatte Wiesberger. Der Burgenländer war erst kurz vor den Open von Europa an die US-Westküste geflogen, dementsprechend kurz und voll Jetlag war seine Vorbereitung gewesen. Versüßt wurde ihm der US-Kurztrip aber durch die Tatsache, dass er wegen seines Comebacksieges in Dänemark von den Fans zum "Spieler des Monats Mai" auf der European Tour gewählt worden war.

Zwar schaffte Wiesberger in Kalifornien nicht zuletzt wegen der Umstände am Ende nur Platz 76 und lediglich 20.000 Euro Preisgeld. Dafür durfte der Oberwarter Sonntagabend in den vom Veranstaltern zur Verfügung gestellten Direkt-Flieger von Monterrey zu den BMW International Open nach München steigen.

Dort will der lange verletzt gewesene Wiesberger diese Woche versuchen, für die 148. Open Championship in Nordirland zu punkten, um Mitte Juli auch am vierten und letzten Major des Jahres dabei sein zu können. In München steigt auch Matthias Schwab wieder in die Europa-Tour ein, Martin Wiegele steht auf der Reserveliste.

(APA)

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