Triathlon: Keine Sanktionen nach Allen-Horrorsturz

Allen hatte keine Schuld, die genauen Umstände des Unfalls konnten aber nicht geklärt werden. Die österreichische Olympiasiegerin war am 6. April in Neuseeland schwer gestürzt.

Kate Allen bei ihrer Rückkehr nach Österreich Anfang April
Kate Allen bei ihrer Rückkehr nach Österreich Anfang April
(c) GEPA pictures (Gepa Pictures/ Andreas Pranter)
Der Österreichische Triathlonverband (ÖTRV) wird laut Präsidiumsbeschluss nach dem schweren Radunfall von Kate Allen keine Sanktionen gegen in den Unfall verwickelte Personen aussprechen. Es habe kein mutwilliges Fehlverhalten einer Athletin des ÖTRV gegeben. Das gab der Verband am Freitagnachmittag bekannt. Kate Allen war beim Weltcup in New Plymouth (Neuseeland) am 6. April schwer gestürzt.

"Der ÖTRV-Prüfungskommission lagen eindeutige Stellungnahmen vor, die bestätigten, dass der gestürzten Athletin Kate Allen kein Verschulden am Unfall oder falsches Fahrverhalten angemaßt werden kann. Differierende Stellungnahmen lagen der ÖTRV Prüfungskommission zum Fahrverhalten von Lisa Hütthaler vor. Nach eingehender Überprüfung aller Aussagen konnte jedoch keine eindeutige Rekonstruierbarkeit des Unfallherganges erstellt werden und damit verbunden auch kein absichtliches Fehlverhalten der Athletin geprüft werden", hieß es in der Aussendung.

Zur Prüfung des Unfallherganges bediente sich die Prüfungskommission ausschließlich Aussagen der beteiligten Athletinnen und offizieller Personen des Weltverbandes (ITU). Videoaufnahmen zum Unfallhergang standen der Kommission nach Prüfung des gesamten Bildmateriales der Übertragung durch die ITU nicht zur Verfügung, hieß es weiter. Die Disziplinarordnung des ÖTRV hätte bei einem Verstoß gegen geltende Wettkampfbestimmungen neben einer Verwarnung oder Geldstrafe auch ein Startverbot aussprechen und einen Lizenzentzug vornehmen können.

Lisa Hütthaler wird am Sonntag beim Weltcup in Richards Bays (Südafrika) an den Start gehen. Olympiasiegerin Kate Allen hofft, bei der EM in Lissabon am nächsten Wochenende ihr Comeback zu geben. Für Olympia ist nach wie vor alles offen: Österreichs Damen haben derzeit laut Nationenranking zwei Startplätze in Peking. Noch keine Athletin hat bisher eine vom Österreichischen Olympischen Komitee (ÖOC) geforderte Norm erbracht.

Allen hatte sich bei dem Radunfall in Neuseeland unter anderem drei Zähne ausgeschlagen und einen Sehnenriss im Daumen zugezogen. Ihre Gesichtsverletzungen mussten mit mehr als 20 Stichen genäht werden.

(APA)
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