Leichtathletik: Pumper angeblich ein weiteres Mal gedopt

Eine Dopingprobe der österreichischen Langstreckenläuferin vom 13. April soll positiv ausgefallen sein. Nun könnte Pumper sogar eine lebenslange Sperre drohen.

(c) APA (Georg Hochmuth)
Langstreckenläuferin Susanne Pumper soll laut einem Bericht der "Kronen Zeitung" von Donnerstag auch bei ihrem Halbmarathon-Rekord im Rahmen des Linz-Marathons am 13. April gedopt gewesen sein. Eine Doping-Probe vom 9. März wurde mittlerweile durch die Gegenprobe bereits als positiv bestätigt worden. "Die A-Probe von Linz ist im Labor von Seibersdorf ebenfalls als positiv ausgewertet worden", hieß es in der Tageszeitung, die sich auf eine "sichere Quelle" berief.

Pumper war für eine Stellungnahme vorerst nicht erreichbar. Ihr Anwalt Rudolf Mayer gab keinen Kommentar ab. Auch der Zeitungsartikel zitiert die betroffene Athletin nicht. Im ersten Fall, bei dem die 37-jährige Wienerin Anfang März bei einem vereinseigenen Halbmarathon im Prater kontrolliert worden war, liegt die Bestätigung in Form einer positiven B-Probe vor. Die Athletin hat bisher stets bestritten, unerlaubte Mittel eingenommen zu haben und will das Analyse-Ergebnis auf das Dopingmittel EPO anfechten. Ein Verfahren beim österreichischen Leichtathletik-Verband ist anhängig, eine Anhörung soll in den nächsten Wochen stattfinden.

Im ÖLV war der Anti-Doping-Beauftragte Roland Gusenbauer zur möglichen neuen Causa Pumper zu keiner Stellungnahme bereit. "Wir können das weder bestätigen noch dementieren", sagte Gusenbauer gegenüber der APA. Er verwies auf die Verschwiegenheitspflicht des Verbandes, um Verfahrensfehler zu vermeiden.

Möglicher Mehrfachverstoß?

Ob die möglichen zwei Doping-Vergehen als Mehrfachverstoß nach Reglement der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) geahndet werden kann, ist laut Michael Mader vom Österreichischen Anti-Doping Komitee (ÖADC) davon abhängig, ob der Athlet den zweiten Verstoß begangen hat, nachdem er von der Anti-Doping Behörde über den ersten Verstoß informiert worden war.

Pumper war laut Zeitungsberichten am 14. April, also einen Tag nach dem möglichen zweiten Verstoß, über die erste positive A-Probe informiert worden. Werden die beiden Fälle separat behandelt, könnte Pumper aufgrund eines zweiten Doping-Vergehens ein lebenslange Sperre drohen.

(APA)

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