Handball: Wieder Hard gegen Fivers, aber erstmals Best-of-5

Vorarlberger um Triple und erneut mit Heimvorteil in möglichem "Showdown" - Coach Hrachovec: "Erwarte, dass Serie fünf Spiele dauert" - Fivers-Trainer Eckl: "Wird auf Reserven ankommen"

HANDBALL - HLA, Margareten vs Krems
HANDBALL - HLA, Margareten vs Krems
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Die Finalserie der Handball-Liga Austria (HLA) bietet ab Freitag Gewohntes, aber unter anderen Voraussetzungen. Titelverteidiger HC Hard und "Vize" Fivers WAT Margareten duellieren einander ab Freitag zum vierten Mal in einer HLA-Finalserie, bieten u.a. eine Neuauflage der Entscheidung 2017. Neu ist, dass es erstmals "best of five" heißt. Und neu war auch das mühevolle Überstehen des Semifinales.

28:27 hieß für beide Teams die ins Finale führende Zauberformel. Mit diesem Ergebnis entledigte sich das Duo am Dienstag den überaus lästigen Gegnern Westwien und Krems, wobei die Harder gegen die Wiener sogar in die Verlängerung mussten. Entscheidend war wohl der in der Bonusrunde erarbeitete Heimvorteil in diesen entscheidenden dritten Spielen der Serien. Kommt es auch im Titel-Duell zu einer "Alles oder Nichts"-Partie, kämen die Vorarlberger in diesen Genuss.

Mit diesem Vorteil hat die Truppe von Coach Petr Hrachovec gute Erfahrungen. Sowohl 2013, 2014 als auch 2017 war die "Ländle"-Truppe mit diesem Bonus in die Entscheidung gegangen und erledigte die Aufgabe vor fünf und vier Jahren auch im dritten Final-Match. Im Vorjahr machten die Harder schon in Spiel zwei in der Wiener Hollgasse den Sack zu. Sollte Hard wieder zuschlagen, würden mit dann sieben Titeln nur zwei auf Rekordmeister Bregenz fehlen. Die Fivers halten bei zwei.

"Ich erwarte mir ein enges Spiel und rechne damit, dass die Finalserie über fünf Spiele andauert", sagte Hrachovec vor dem Auftakt am Freitag (17.50 Uhr, live ORF Sport +) in Hard. Der Coach muss zum Serienbeginn auf Kapitän Dominik Schmid verzichten. Dieser erlitt am Sonntag in der zweiten Westwien-Partie einen Bänderriss im Sprunggelenk. Hrachovec: "Die Fivers verfügen über eine gute Mischung von erfahrenen und jungen Spielern. Sie spielen einen guten Handball mit System."

Trotz des Siegs in regulärer Spielzeit waren die Fivers noch näher am Out als Hard. Den Wienern gelang es aber in der Schlussphase, einen Fünftore-Rückstand gegen Krems umzudrehen. "In den letzten 15, 20 Minuten war Feuer drin, jeder hat für jeden gekämpft", sagte Ivan Martinovic. Fivers-Coach Peter Eckl blickte sofort auf die nächste, wohl noch schwierigere Aufgabe: "Jetzt erwarten wir eine lange Serie gegen Hard, da wird es dann auf die vorhandenen Reserven ankommen."

Nach bisher fünf Saisonduellen der Finalkontrahenten steht es 4:1 für Hard. Die Fivers entschieden nur ihr Hauptrunden-Heimspiel für sich. Der erste Saison-Vergleich war im Supercup, diesem Titel ließen die Harder jenen im Cup folgen. Demnach geht es in der bis zumindest zum Samstag nächster Woche (26. Mai) und maximal bis 2. Juni dauernden Serie um ihr erstes nationales Triple. Für die Fivers wäre es der insgesamt dritte Meistertitel nach 2011 und 2016.

 

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