Mehr als nur ein Tor

Der erste Stadionbesuch an der Hand des Vaters. Tore, Idole, Bier und Bratwurst, um Liebe und Leidenschaft – ein uraltes Trikot. Das verschollene, allererste Panini-Album: Fußball hat so viele Facetten, Nebenschauplätze und Folgen. Und noch viel mehr zu bieten als man glauben möchte. Es geht nicht immer nur um Religion oder das Abseits.

„Liebe machen und Tore schießen sind die schönsten Dinge, die uns Gott gegeben hat“, meinte einmal Bayerns ehemaliger Stürmer Luca Toni. Der Italiener hatte freilich viele Verehrerinnen, hätte er noch mehr Tore geschossen wäre er auch als besserer Spieler in Erinnerung geblieben. Aber es sind markante Sätze wie dieser, die Analysen, Spielmoderationen oder Diskussionen beleben. Freilich wirkt mancher auch bloß unheimlich plump, selbst wenn er von einem Rockbarden wie Rod Stewart stammt: „In meinem Leben spielen drei Dinge eine wichtige Rolle: Fußball, Bier und Frauen, und zwar genau in dieser Reihenfolge.“

Doch Episoden über echte Liebe (zwischen Mitgliedern episch verfeindeter Fanklubs), die Suche nach dem besten „Fokuhila“, dem schönsten Stadion, dem besten Tor – dieses Buch lässt keinen Fußballaspekt außer Acht. Einziger Wermutstropfen ist nicht der Abpfiff, sondern der Umstand, dass nur Mythen rund um deutsche Klubs betrachtet werden.
Ben Redelings: „Fußball. Die Liebe meines Lebens“, Werkstatt, 14 €, 166 S.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.12.2018)

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