Marathon: Die Schallmauer soll in Wien fallen

Eliud Kipchoge hat die Zwei-Stunden-Marke im Visier.

Eliud Kipchoge.
Eliud Kipchoge.
Eliud Kipchoge. – (c) Action Images via Reuters (MATTHEW CHILDS)

Wien. Im Oktober könnte in Wien eine der letzten großen Schallmauern der Leichtathletik fallen. Niemand Geringerer als Eliud Kipchoge startet bei der Ineos 1:59 Challenge auf der Prater Hauptallee und will dort die Marathon-Distanz (42,2 Kilometer) in weniger als zwei Stunden bewältigen.

Große Ziele wie Olympiasieg (2016 in Rio) und Weltrekord (2:01:39, September 2018 in Berlin) hat der 34-jährige Kenianer bereits erreicht. Als letzte Herausforderung bleibe nur noch die Zwei-Stunden-Barriere, erklärte Sportmanager John Mayock vom Chemieunternehmen Ineos, das Kipchoge unterstützt, anstelle des Athleten bei der Präsentation in Wien.

Im Ringen um den Austragungsort setzte sich Wien gegen London, Paris und Berlin durch. Das optimale Streckenprofil auf der 4,3 Kilometer langen, windgeschützten Hauptallee mit maximal 2,4 Meter Höhenunterschied, die Infrastruktur, die Stadtnähe und das erfahrene Organisationsteam (Vienna City Marathon) gaben den Ausschlag. „Es ist ein Projekt, das inspiriert und Mut macht, das scheinbar Unmögliche wahrzumachen“, freute sich Wiens Bürgermeister, Michael Ludwig.

 

Zeitfenster bis 20. Oktober

Für Wolfgang Konrad, Chef des Vienna City Marathon, ist das Event das Größte, was für den heimischen Laufsport möglich ist. „Bei den Marathons können wir nicht in der obersten Liga mitspielen. Die Ineos-Challenge ist das Höchste, was wir erreichen können.“ Sollte die Schallmauer fallen, könnte das eine Lawine auslösen, die den Laufsport im Land voranbringen wird, glaubt Konrad.

Das Event ist für 12. Oktober 2019 frühmorgens geplant. Sollten die Wetterverhältnisse an diesem Tag keine Höchstleistungen zulassen, wurde ein Zeitfenster bis zum 20. Oktober festgelegt. (herbas)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.06.2019)

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