Aufbruch zur „Täglichen Turnstunde“

Der Entschließungsantrag sorgte für eine seltene Einigkeit aller Parteien im Parlament.

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THEMENBILD: SCHUL-TURNSTUNDE – APA/ERWIN SCHERIAU

Wien. Seit Jahren wurde darum gerungen, darauf gedrängt und doch nur zu viel geredet; seit Dienstagabend aber gibt es in Österreich wohl endgültig kein Umhinkommen mehr an der „Täglichen Turnstunde“. Ein Entschließungsantrag, begehrt von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner und auch von ÖVP/FPÖ vorangetrieben, wurde von allen Parlamentsparteien mitgetragen. Das heißt: Die nächste Regierung muss sich dieser Agenda annehmen.

Läuft die Idee der täglichen Bewegungseinheit an Ganztagesschulen bereits (mehr oder minder) österreichweit, soll nun diese dringende Notwendigkeit zum Wohl der Kinder binnen fünf Jahren auf alle Pflichtschulen ausgedehnt werden. Getragen werden muss dieser Vorstoß von Bildungs- und Gesundheitsministerium, der organisierte Sport wird mit Trainern bzw. Infrastruktur mitwirken. BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer sieht einen wichtigen Schritt nach langem Tauziehen verwirklicht: „Dieses Vorhaben ist wichtig. Ich hoffe, dass die ,Tägliche Turnstunde‘ endlich Wirklichkeit wird.“

Die logische Vision liegt auf der Hand: Auflockerung des Alltags, mehr Bewegung für bessere Gesundheit – und geringere Kosten in Zukunft für den Sozialapparat. (fin)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.07.2019)

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