Beachvolleyball: Freud und Leid auf der Donauinsel

Katharina Schützenhöfer und Lena Plesiutschnig schafften mit einem Drei-Satz-Sieg erstmals den Einzug ins Achtelfinale. Doppler/Horst schieden aus.

Katharina Schützenhöfer (r.) und Lena Plesiutschnig
Katharina Schützenhöfer (r.) und Lena Plesiutschnig
Katharina Schützenhöfer (r.) und Lena Plesiutschnig – (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)

Die Ex-Vizeweltmeister Clemens Doppler/Alexander Horst haben beim Heimturnier auf der Wiener Donauinsel eine herbe Enttäuschung erlebt. Die Vizeweltmeister von 2017 schieden am Donnerstag nach zwei Niederlagen frühzeitig aus. Zwei andere ÖVV-Teams durften hingegen jubeln und spielen am Freitag in den K.o.-Runden des Majors weiter.

Martin Ermacora/Moritz Pristauz zogen mit einem Sieg in ihren beiden Gruppenmatches in die K.o.-Phase ein. Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig sind schon einen Schritt weiter, sie stehen nach einem Zwischenrundenerfolg im Achtelfinale. Sie treffen am Freitagvormittag auf die kanadischen Weltmeisterinnen Sarah Pavan/Melissa Humana-Paredes. Robin Seidl/Philipp Waller scheiterten hingegen wie Doppler/Horst vorzeitig.

Doppler: „Wir machen das 2020 wieder gut"

Die Vorjahresviertelfinalisten Doppler/Horst musste sich am Donnerstagabend im Duell der ehemaligen mit den aktuellen Vizeweltmeistern den Deutschen Clemens Wickler/Julius Thole 0:2 (-25,-18) geschlagen geben. "Das ist natürlich sehr schade und extrem bitter. Wir können uns aber nichts vorwerfen, dass wir nicht alles hineingehaut haben", meinte Doppler nach der dramatischen Partie im bis auf den großen VIP-Bereich prall gefüllten Stadion.

Leider sei diesmal kein Erfolgslauf wie 2017 mit WM-Silber und Rang fünf 2018 gelungen, bedauerte der 38-Jährige und versprach ein Comeback 2020. "Wir wollten den Zuschauern wieder so eine Show wie in der vergangenen zwei Jahren bieten, aber wir machen das nächstes Jahr wieder gut."

Ihr erstes Gruppenmatch gegen die Schweizer Adrian Heidrich/Mirco Gerson hatten die Routiniers 1:2 (17,-18-8) verloren. Nach der zweiten Niederlage steht ein enttäuschender 25. Rang zu Buche, der dem Duo auch in der ohnehin sehr umkämpften Olympia-Qualifikation überhaupt nicht weiterhilft. Zuletzt waren sie beim Heimturnier 2016 in Klagenfurt ebenfalls als Gruppenletzte gescheitert. Viele große Turniere stehen bis Ende der aktuellen Quali-Frist im Juni nächsten Jahres nicht mehr an, als nächstes folgt bereits ab Dienstag die EM in Moskau.

Ermacora/Pristauz schafften nach einem 0:2 gegen die norwegischen Topstars Anders Mol/Christian Sörum mit einem Dreisatzerfolg gegen die Polen Piotr Kantor/Bartosz Losiak wie im Vorjahr den Aufstieg. "In dem Spiel ist uns ziemlich viel aufgegangen, dank dem Publikum wachsen wir über uns hinaus", verwies Ermacora nach dem hart erkämpften 2:1 (17,-19,12) gegen die Polen auf die Wichtigkeit der Unterstützung durch die Fans.

Nach Rang neun bei der WM in Hamburg reichte es für Seidl/Waller vor Heimpublikum nur zum geteilten 25. Platz. Sie zogen im Match um den Einzug in die Zwischenrunde gegen die WM-Halbfinalisten Tri Bourne/Trevor Crabb (USA) nur ganz knapp mit 1:2 (-20,15,-14) den Kürzeren. "Das ist sehr schade. Das war eine Megapartie von uns, aber wir sehen uns sicher wieder", betonte Seidl. Auch sein Partner trauerte den vergebenen Chancen nach. "Es ist natürlich sehr bitter, dass wir das Match nicht gebogen haben", meinte Waller. Das erste Gruppenspiel gegen die Ex-Weltmeister Alexander Brouwer/Robert Meuuwsen (NED) hatten sie in zwei Sätzen verloren.

Nichts zu verlieren

Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig stießen indes erstmals ins Wien-Achtelfinale vor. Die Steirerinnen besiegten in der ersten K.o.-Runde die unlängst beim Major in Gstaad fünftplatzierten Slowakinnen Andrea Strbova/Natalia Dubovcova 2:1 (-16,16,10). "Ich bin einfach unglaublich happy. So gut wie jetzt haben wir die ganze Saison noch nicht gespielt", zeigte sich Schützenhöfer euphorisch.

Das Achtelfinale gegen die als Nummer zwei gesetzten Kanadierinnen sei eine Draufgabe. "Dass wir unter den letzten 16 beim Heimturnier stehen, ist einfach Wahnsinn. Wir hoffen, dass wir gegen die Weltmeisterinnen noch was drauflegen können, dann könnte es schon ein enges Spiel werden", meinte Schützenhöfer. Mit einer neuerlichen Topleistung sei auch gegen die Turniermitfavoritinnen alles möglich, stimmte Plesiutschnig zu.

(APA)

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