Radprofi Froome über Sturz: "Wie eine Szene aus Grey's Anatomy"

Chris Froome erinnert sich in einem Video an seinen Horrorsturz im Juni zurück. Die Genesung verlaufe gut, er plant 2020 wieder bei der Tour zu starten.

Chris Froome
Chris Froome
Chris Froome – REUTERS

Der vierfache Tour-de-France-Sieger Chris Froome will im kommenden Jahr wieder bei der Frankreich-Rundfahrt starten. Er befinde sich nach einem Horrorsturz auf dem Weg der Besserung, teilte der Brite in einem Video mit, das sein Team Ineos am Samstag veröffentlichte.

"Das einzige Ziel, das ich mir gesetzt habe, ist, nächstes Jahr zur Tour de France zurückzukehren und in einer ähnlichen oder besseren Position zu sein als in diesem Jahr. Das treibt mich im Moment an", sagte Froome.

Der in diesem Jahr als Tour-Favorit gehandelte Radstar war im Juni bei einer Streckenbesichtigung für das Zeitfahren beim Criterium du Dauphine mit 55 km/h in eine Mauer gerast. Er erlitt mehrere Knochenbrüche, auch Rippen und Hüfte wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen.

„Werde ich die Tour fahren können?"

"Eine meine ersten Fragen war: Werde ich in der Lage sein, die Tour de France zu fahren? Die wurde mir sehr schnell aus dem Kopf geschlagen“, erinnerte er sich an die Zeit unmittelbar nach dem Sturz. „Es war einer dieser Momente, die dich voll treffen. Ich habe realisiert, dass ich die Tour in diesem Sommer nicht fahren werde. Es hat sich fast wie eine Szene aus Grey's Anatomy angefühlt."

Nach der Operation lag er zwischenzeitlich auf der Intensivstation. "Ich konnte nach der Operation kaum noch atmen. Es war beängstigend, als ich am Morgen nach der Operation aufwachte und spürte, wie hoffnungslos ich war, als ich in diesem Bett lag", berichtete Froome.

Doch er mache gute Fortschritte und arbeite in der Rehabilitation täglich bis zu sechs Stunden an seiner Genesung. "Ich denke, dass ich allen Vorhersagen, die ursprünglich gemacht wurden, voraus bin", sagte der 34-Jährige. An den Unfall selbst hat er keine klaren Erinnerungen. "Ich hatte unglaubliches Glück, nicht schwerer verletzt worden zu sein."

Froome wollte bei der 106. Tour seinen fünften Gesamtsieg holen. Statt Froome gewann sein 22 Jahre alter kolumbianischer Teamkollege Egan Bernal vor Ineos-Profi Geraint Thomas, der Froome bei der Tour 2018 bezwungen hatte.

(APA/dpa/red)

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