Corinna Kuhnle holt Gold bei Kanu-WM im Slalom

Die Niederösterreicherin Corinna Kuhnle sichert sich den Weltmeistertitel im Kanu-Slalom. Violetta Oblinger-Peters wurde Dritte.

KANU - ICF WM 2010
KANU - ICF WM 2010
(c) GEPA pictures (Gepa Pictures)

Mit der Goldmedaille durch Corinna Kuhnle und Bronze durch Violetta Oblinger-Peters im Kajak-Einer haben Österreichs Kanutinnen bei den Slalom-Wildwasser-Weltmeisterschaften in Tacen (Slowenien) am Samstag für ein sporthistorisches Ergebnis gesorgt. Seit über 30 Jahren ist es rot-weiß-roten Athleten in dieser Sportart nicht mehr gelungen, zweimal Edelmetall im selben Rennen zu holen. Zuletzt gelang dies Peter Fauster und Eduard Wolffhardt mit Gold bzw. Silber bei der WM 1979 in Jonquiere (Kanada).

Bei schwierigen Wasser-Bedingungen auf dem technisch anspruchsvollen Kurs bei Laibach setzte sich die 23-jährige Kuhnle um 5,09 Sekunden vor der slowakischen Weltcup-Gesamtsiegerin Jana Dukatova und der Olympia-Dritten Oblinger-Peters (+7,42) durch und machte damit ihre gelungene Saison perfekt. Erst am 15. August hatte die Niederösterreicherin aus Höflein in Cunovo (Slowakei) EM-Silber errungen - damals hatte sie sich noch Dukatova geschlagen geben müssen.

Für Kuhnle war es die erste WM-Einzelmedaille in der allgemeinen Klasse. Die HTL-Wirtschaftsingenieurin hatte bereits in diversen Nachwuchs-Klassen ihr Talent unter Beweis gestellt, so holte sie U23-EM-Bronze 2008 und 2010, 2004 war sie Junioren-Vizeeuropameisterin geworden. Im Teambewerb war die Höfleinerin 2005 WM- und EM-Dritte geworden, ehe sie mit EM-Silber den endgültigen Durchbruch schaffte.

Das große Ziel der Zeitsoldatin ist eine Olympia-Medaille. Sportdirektor Helmar Steindl zeigte sich optimistisch: "Zwei Jahre vor den Olympischen Spielen besitzen wir Weltklasse-Damen", sagte er. Für Oblinger-Peters, die im Halbfinale noch Bestzeit markiert hatte, war es der erste größere Erfolg nach Olympia-Bronze 2008. 2009 bestritt sie nach der Geburt ihres Sohnes nur drei Rennen, bei der WM war sie Fünfte geworden.

Im Teambewerb am Abend konnten Kuhnle und Co. dann allerdings nicht mehr nachlegen. Gemeinsam mit Oblinger-Peters und Viktoria Wolffhardt musste sie sich mit Rang 13 zufriedengeben. Der Sieg ging an Tschechien vor Deutschland und Slowenien.

(APA)

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