Formel 1: Hamilton schreibt Geschichte mit 69. Pole-Position

Lewis Hamilton dominiert das Regen-Qualifying von Monza und demonstriert damit seine Vorherrschaft. Ferrari enttäuscht, Sebastian Vettel muss um die WM-Führung zittern. Stundenlanges Zuwarten endete mit einem Speed-Thriller.

Motorsports FIA Formula One World Championship WM Weltmeisterschaft 2017 Grand Prix of Italy 44 L
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imago/HochZwei

Monza. Was haben Skispringen und Formel 1 gemein? Beides sind Freiluftsportarten und spielt das Wetter nicht mit, wird von den Verantwortlichen alles unternommen, um die TV-Übertragung über die Bühne zu bringen. Jedenfalls wurde das Qualifying zum GP von Monza zu einem zweistündigen Geduldsspiel. Starker Regen hatte die Rennstrecke unter Wasser gesetzt und trotz bester Regenreifen für Aquaplaninggefahr gesorgt. FIA und Teams warteten dennoch zu – ehe um 16.40 Uhr doch noch gestartet wurde, damit dem heutigen Highlight (14 Uhr, live ORF1, RTL, Sky) in der Heimat der Scuderia Ferrari nichts im Wege steht.

Mit dem Neustart waren prompt all die zuvor hitzig geführten Diskussionen verstummt, ob McLaren mit Renault-Motoren fahren, Alonso bei Williams das Massa-Cockpit übernehmen wechseln oder sich Toro Rosso tatsächlich von Sainz jr. trennen. Denn die Vorstellung, die der Brite Lewis Hamilton im Mercedes-Rennwagen auf den nassen Asphalt zauberte, rückte alles andere in den Hintergrund. Der viermalige Weltmeister dominierte Q1 und Q2 nach Belieben, egal ob Wasserlachen die Strecke zierten oder nicht, Hamilton gab gefühlvoll Gas. 1:34,660 Minuten, diese Zeit war nicht zu schlagen, auch im finalen Q3 war der Brite der Schnellste: 1:35,554.

Es ist die 69. Pole-Position des Briten, der damit Formel-1-Geschichte schrieb und Rekordchampion Michel Schumacher überholte, der 68 Bestzeiten erringen konnte. „Er ist einfach einmalig“, strahlte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. „Diesen Rekord einzustellen, immerhin ist Schumacher der größte Formel-1-Fahrer aller Zeiten, ist wirklich fantastisch.“

Hinter dem Mercedes-Mann landete das Red-Bull-Duo Max Verstappen und Daniel Ricciardo. Der Australier und der Niederländer müssen allerdings wegen Strafversetzungen in der Startaufstellung weit nach hinten. Vierter war der kanadische Williams-Pilot Lance Stroll, der damit am Sonntag als bislang jüngster Pilot aus der ersten Reihe starten wird.

WM-Leader Sebastian Vettel kam mit der nassen Strecke nicht zurecht und musste sich mit Rang acht zufriedengeben. Vor dem 13. Saisonlauf hat Vettel in der Gesamtwertung sieben Punkte Vorsprung auf Hamilton. Mit einem Sieg könnte der erstmals in diesem Jahr die WM-Führung übernehmen.

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