Formel 1: Hamilton brilliert bei US-Auftakt

Der Brite könnte schon am Sonntag zum fünften Mal den WM-Titel erreichen. Ferrari-Rivale Vettel ist nach den Trainings enttäuscht.

Hamilton ist auch auf nasser Fahrbahn der Schnellste.
Hamilton ist auch auf nasser Fahrbahn der Schnellste.
Hamilton ist auch auf nasser Fahrbahn der Schnellste. – Reuters/USA TODAY Sports

Lewis Hamilton ist beim verregneten Auftakt der Formel 1 in Austin zweimal der Schnellste gewesen. Der Brite fuhr am Freitag die wenigsten Runden und war trotzdem der überlegene Fahrer.

Auch am Samstag im Qualifying, das erst gegen Mitternacht MESZ zu Ende geht, sollen die Bedingungen ähnlich sein wie Freitag. Erst für Sonntag sinkt die Regen-Wahrscheinlichkeit auf 20 Prozent. Aber eines zeigte die "Wasserschlacht" auf dem Circuit of Americas schon am Freitag: Lewis Hamilton ist auch auf nasser Fahrbahn der Schnellste.

Der 33-Jährige kann schon am Sonntag zum fünften Mal Champion werden, wenn er acht Zähler mehr als Vettel macht. Am Freitag fuhr Hamilton in den ersten 90 Minuten zwar am wenigsten Runden aller Fahrer, doch auch die "Kurzarbeit" mit sechs Runden reichten, um 1,3 Sekunden schneller zu sein als sein Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas. In den zweiten 90 Minuten herrschte erst in den letzten 30 Minuten etwas Fahrbetrieb, weil die Teams ihre Regenreifen für das Qualifying am Samstag aufsparten. Auch da kam keiner an Hamiltons Zeit heran.

Für eine Trainings-Unterbrechung in Session eins sorgte Sauber-Fahrer Charles Leclerc mit einem Ausritt in Kurve neun. Danach musste die Strecke vom herumliegenden Kies gesäubert werden. Leclercs Zwischenfall hatte Folgen für seinen kommenden Ferrari-Teamkollegen Vettel. Weil der Deutsche während der Rot-Phase das Tempo nicht ausreichend verlangsamt haben soll, leiteten die Kommissäre eine Untersuchung ein. Vettel kassierte für Sonntag eine Rückversetzung um drei Startplätze.

Vettel weit abgeschlagen

Vettel konnte damit seine Mini-Hoffnung auf ein finales WM-Wunder beim Auftakt ins US-Rennwochenende nicht stärken. Im wolkenverhangenen und anfangs noch stark verregneten Austin kam der 31-jährige Ferrari-Mann zunächst mit einem Rückstand von fast zwei Sekunden auf WM-Spitzenreiter Hamilton nur auf den fünften Trainingsplatz.

Dass die Bedingungen in Austin in der zweiten Einheit noch schlechter waren, hinderte Hamilton nicht an der schnellsten Runde auch am Nachmittag. Vettel kam nicht über Rang zehn hinaus - mit über fünf Sekunden Rückstand auf Hamilton. Als äußerst problematisch für Vettels eher unwahrscheinliches Vorhaben, den Briten in den ausstehenden vier Rennen doch noch abzufangen, könnte sich nun auch noch sein ehemaliges Team erweisen. Vor Vettel schoben sich beim etwas aussagekräftigeren ersten Training Max Verstappen und Daniel Ricciardo im Red Bull.

Für Vettel ist die Rückversetzung in der Startaufstellung ein weiterer schwerer Rückschlag. Die große Hoffnung Vettels liegt nach seinem verheerenden Auftakt darin, dass es am Sonntag im Rennen nicht regnet. "Hoffentlich hört es auf", meinte er. "Heute war klar, dass wir im Regen nicht schnell genug sind und viel Arbeit wartet. Im Moment wissen wir noch nicht, woran es liegt."

(APA)

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