Crash oder Sieg: Teenager im Motorsport

Sophia Flörsch, 17, krachte mit einem F3-Renner mit 250 km/h in die Leitplanken. Can Öncü, 15, gewann das Moto3-Rennen in Valencia.

Enge Kurven, rutschig – schwere Unfälle sind keine Seltenheit. Am Sonntag hielt die Szene erneut den Atem an.
Enge Kurven, rutschig – schwere Unfälle sind keine Seltenheit. Am Sonntag hielt die Szene erneut den Atem an.
Enge Kurven, rutschig – schwere Unfälle sind keine Seltenheit. Am Sonntag hielt die Szene erneut den Atem an. – (c) imago/Pakusch

Macau. Der Stadtkurs des Formel-3-Rennens von Macau gilt in der Fahrerszene als gefährlich. Enge Kurven, rutschig – schwere Unfälle sind keine Seltenheit. Am Sonntag hielt die Szene erneut den Atem an. Der Rennwagen der erst 17-jährigen Sophia Flörsch hob auf der Geraden vor der Lisboa-Kurve bei 250 km/h ab, flog durch die Fangzäune und krachte gegen Schutzplanken.


Stunden später kam (halbwegs) Entwarnung aus dem Spital. Die Deutsche – sie war erst im Verlauf dieser Saison in die Rennserie eingestiegen – erlitt eine Fraktur der Wirbelsäule und wird heute operiert. Der Vater der Münchnerin versicherte, dass seine Tochter nicht gelähmt sei. Den Tagessieg sicherte sich der 19-jährige Daniel Ticktum. Ferdinand Habsburg, 21, wurde Elfter.

 

Wahnsinn auf zwei Rädern

In der Motorrad-WM hingegen sorgte ein Teenager für die Sensation an diesem Rennsonntag. Der erst 15-jährige Türke Can Öncü raste bei nasskaltem Wetter in Valencia – bei seinem Debüt in der Moto3-WM (Viertaktmotoren mit 250 ccm) – auf einem KTM-Bike zum Sieg. Der Wildcard-Fahrer kürt sich damit zum jüngsten Grand-Prix-Sieger der GP-Historie.


Öncü, der als Sieger des Red-Bull-Rookies-Cups starten durfte und schon im Training als Achter aufhorchen ließ, stahl Lokalmatadoren oder Weltmeister Jorge Martín die Show. Dass er in der Schlussrunde nach einem Rutscher beinahe zu Sturz kam, sorgte allerdings nur kurz für Bedenken. Öncü wird kommende Saison für das Red-Bull-Ajo-Team die Moto3-Saison bestreiten.
„Wahnsinn, was er abgeliefert hat“, sagte Mike Leitner vom KTM-MotoGP-Team. „Es ist unglaublich, wie ruhig er geblieben ist.“ (fin)

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