Rallye: Walkner verliert bei Dakar viel Zeit

Vorjahressieger Matthias Walkner hat bei der Rallye Dakar einen Tag zum Vergessen erlebt.

 Matthias Walkner
 Matthias Walkner
Matthias Walkner – REUTERS

Der Salzburger Matthias Walkner auf KTM büßte auf der 3. Etappe von San Juan de Marcona nach Arequipa viel Zeit ein, nachdem er sich laut eigenen Angaben unverschuldet verfahren hatte. Der Tagessieg ging an den Franzosen Xavier de Soultrait (Yamaha), der sich 15 Sekunden vor dem Chilenen Pablo Quintanilla durchsetzte.

Quintanilla (Husqvarna) ist nun auch in der Gesamtwertung voran. Der nach zwei Etappen führende Spanier Joan Barreda musste nämlich aufgeben, nachdem seine Honda stecken geblieben war. Der bisher zweitplatzierte Walkner verlor nach der Sonderprüfung über 331 km schlussendlich über 23 Minuten auf De Soultrait und fiel dadurch vorerst auf Rang acht zurück. Auf Quintanilla fehlen dem Titelverteidiger nun ebenfalls mehr als 20 Minuten.

Walkner musste nach seinem Etappensieg am Vortag als Erster aufbrechen und somit die Navigation übernehmen. In den peruanischen Dünen lief es für den Kuchler zunächst nach Wunsch, ehe er einen Überschlag produzierte. Gemeinsam mit Barreda und dem am Dienstag zweitplatzierten Amerikaner Ricky Brabec fuhr Walkner dann weiter.

"Bei Kilometer 100 kam plötzlich dichter Nebel auf, sodass man keine fünf Meter Sicht mehr hatte", berichtete der KTM-Werksfahrer. Barreda sei dann eine Klippe runtergefahren, er selbst folgte und kam "mit Müh und Not wieder rauf". Die entscheidende Situation habe sich danach ereignet. Walkner sah einen eindeutigen Fehler im Roadbook des Veranstalters, durch den er eine falsche Route wählte. Im Schlepptau des Österreichers verlor auch Brabec Minute um Minute.

"In erster Linie bin ich, weil ich die Wertungsprüfung aufmachen musste, die leidtragende Person, die am meisten Zeit verliert, wenn den Veranstaltern so ein Fehler unterläuft", monierte Walkner. Er hoffe deshalb, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen sei. Gleichzeitig wollte der Sieger des Vorjahres nicht Schwarzmalen. "Es ist noch alles drinnen und wir haben erst Tag drei, da kann noch viel passieren."

Am Donnerstag wartet der erste Teil der Marathon-Etappe. Der vierte Tagesabschnitt führt 510 Kilometer von Arequipa nach Moquegua (406 km Sonderprüfung). Im zweiten Teil der Etappe geht es am Freitag nach einem Massenstart zurück nach Arequipa. Zwischen diesen beiden Etappen dürfen die Fahrer keine Hilfe von außen in Anspruch nehmen.

(APA)

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