Österreich-Haus: Pavillon und Teehaus als Visitenkarte

Die heimliche österreichische Botschaft in Peking steht in den kommenden Tagen im Garten eines Hotels.

Österreich Haus
Österreich Haus
(c) GEPA (Wolfgang Grebien)

PEKING (ag./red.). Steht Olympia auf der Tagesordnung, darf das Österreich-Haus nicht fehlen. Zwei Tage vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking am Freitag wurde Mittwochabend das Österreich-Haus des Österreichischen Olympischen Comités als heimliche österreichische Botschaft offiziell eröffnet.

Diese Institution, die jahrelang gemeinsam mit der Wirtschaft getragen und seit 2002 vom Österreichischen Olympischen Comité zusammen mit Sponsorenpartner getragen wird, ist in Peking eingebettet in die idyllische Gartenanlage des Hotels Sheraton-„Great Wall“.

Dort wurden in einer mehrere tausend Quadratmeter großen Parkanlage nicht nur ein Pavillon verglast und klimatisiert, sondern auch ein Tempel mit dahinter liegendem Teich und idyllischem Wasserfall in ein Teehaus umgewandelt.

 

Feng Shui als gutes Omen

Das nach traditionellen Prinzipien des Feng Shui aufgebaute „House Austria“ bietet einen Gastronomie- und Veranstaltungsbereich und einen Arbeitsbereich für Medien. Das Ensemble spiegelt sich nicht nur in der gewaltigen Glasfassade des Hotels wider, sondern stellt auch eine gelungene Mischung aus Tradition und Moderne in China dar.

Die Sicherheits-Paranoia der Chinesen bekommt man freilich auch im Österreich-Haus zu spüren. Eine Einladung ist zu wenig, denn am Eingang muss man sich auch einem Sicherheitscheck mit Scannern wie an Flughäfen unterziehen. Athleten, Betreuer, VIP's und alle anderen Gäste sollen in den kommenden 16 Tagen hier wie immer zu Stammgästen werden und vor allem möglichst oft zu Medaillen-Feiern erfolgreicher ÖOC-Sportler kommen.

Vier- bis fünftausend Gäste verzeichnet das Österreich-Haus traditionell bei Spielen, „wegen der großen Entfernung zu Österreich werden es diesmal aber wohl etwas weniger sein“, vermutete ÖOC-General Heinz Jungwirth.

Begeistert zeigte man sich beim ÖOC über die tolle Kooperation mit der chinesischen Agentur Azur. „Was immer wir in Auftrag gegeben haben, war in kürzester Zeit erledigt“, berichtete „Hausherr“ Hannes Maschkan vom Österreichischen Olympischen Comité. Das Haus allerdings ist auch einen kostspielige Angelegenheit und verschlingt etwa 400.000 des 1,4 Mio. Euro betragenden ÖOC-Gesamtbudgets für die Spiele. Einiges kommt dank Sponsoren wie den Lotterien oder verkaufte Incentives aber wieder herein.

 

Gruß aus Österreichs Küche

Chef in der Küche ist der Österreicher Stefan Trautsch, zusammen mit dem Sheraton-Team und Modul-Mitarbeitern aus Österreich wird es den Gästen kulinarisch wie immer an nichts fehlen. Für die Würze müssen aber die Sportler sorgen – mit möglichst vielen Erfolgsmeldungen...

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.08.2008)

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