Ziegler/Kiefer womöglich durch Nordkorea-Duo mehr im Fokus

Miriam Ziegler und Severin Kiefer sind die einzigen rot-weiß-roten Vertreter im Eiskunstlauf bei den WInterspielen. Nordkoreas Teilnahme verändert den Blick auf ihre Sportart. Kiefer: "Würde mir wünschen, dass so etwas nicht aufgrund einer politischen Krise passiert!"

Figure Skating - ISU Grand Prix of Figure Skating NHK Trophy - Pairs Free Skating
Figure Skating - ISU Grand Prix of Figure Skating NHK Trophy - Pairs Free Skating
REUTERS

Österreichs Eiskunstlauf-Paar Miriam Ziegler/Severin Kiefer könnten im Februar verstärkt im Mittelpunkt stehen. Einerseits werden sie die einzigen rot-weiß-roten Vertreter ihrer Sportart bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang sein, zum anderen wird ihre Disziplin wohl auch durch die womöglich nachträglich fixierte Teilnahme der Nordkoreaner Ryom Tae-ok und Kim Ju-siknoch in den Fokus rücken.

Die beiden hatten sich wie Ziegler/Kiefer Ende September bei der Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf für die Spiele qualifiziert, wurden von ihrem Nationalen Olympischen Komitee jedoch nicht fristgerecht angemeldet. Nach der Entscheidung für eine Entsendung einer Nordkorea-Delegation zu den Spielen bei den politischen Gesprächen am Dienstag im koreanischen Grenzgebiet könnte das Internationale Olympische Komitee (IOC) den beiden Sportlern aber nun doch noch die Teilnahme ermöglichen.

"Wir kennen sie nicht gut", sagte Kiefer im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. "Wenn sie bei Wettkämpfen sind, sind ihr Trainer und Teamleader rund um die Uhr dabei." Small Talk gibt es da keinen. Der Salzburger weiß, dass sich die beiden in Kanada auf die Saison vorbereitet haben, seit Oberstdorf aber wohl in der Heimat sind. "Man merkt, dass sie alleine trainieren, wenn mehrere Paare auf dem Eis sind." Denn da anderen Läufern ausweichen zu müssen, seien Ryom und Kim nicht gewöhnt.

Der 27-jährige Kiefer ist sich bewusst, dass seine Disziplin bei den Spielen sehr viel Aufmerksamkeit erhalten könnte. "Ich würde mir wünschen, dass so etwas nicht aufgrund einer politischen Krise passiert", meinte der bald zweifache Olympia-Teilnehmer im EM-Vorfeld daheim in Jadorf bei Kuchl. In einem Duell mit den beiden Nordkoreanern um die bessere Platzierung würde es in Pyeongchang wohl eng werden. Denn Ziegler/Kiefer kamen in Oberstdorf auf 180,60 Punkte, Ryom/Kim auf 180,09 Zähler.

 

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