Wasserspringerin Anja Richter beendet Karriere

APA (Archiv/Techt)

Die Wienerin Anja Richter hat am Freitag ihren Rücktritt als Wasserspringerin bekanntgegeben. Der letzte Wettkampf in ihrer 27-jährigen Karriere waren ihre vierten Olympischen Spiele in Peking, als es nur zu Rang 22 vom Turm reichte. Richters größte Erfolge waren u.a. bei Olympia 2000 in Sydney im Solo Rang sieben und im Synchro mit Marion Reiff Platz vier sowie EM-Silber 2006 in Budapest.

Richters Entschluss hängt eng damit zusammen, dass sie ab 1. Jänner Referentin im Sportbüro des in der neuen Regierung für Sportagenden zuständigen Verteidigungsministers Norbert Darabos wird. Richter wird sich vorrangig eher um Spitzensportbelange kümmern und auf gleicher Ebene wie der mehr für den Breitensportbereich zuständige Marcel Chahrour arbeiten. Chef der beiden bzw. Büroleiter wird Wolfgang Gotschke sein, schon bisher Sportberater von Darabos.

Vierfach-Olympiateilnehmerin Richter beendet ihre Tätigkeit als Mediensprecherin des Österreichischen Schwimmverbandes (OSV), bis zur EURO 2008 war sie für 18 Monate auch für die Öffentlichkeits- und Pressearbeit des Wiener Organisationskomitees des Fußball-Großereignisses verantwortlich gewesen. Die Absolventin des ORG Südstadt beendete 2005 das FH-Studium Kommunikationswirtschaft, ist seit heuer Mitglied im ASKÖ-Bundespräsidium. Diese Funktion wird nun ruhend gelegt.

Ihre ersten Sprünge hatte Richter an ihrem 4. Geburtstag absolviert. Bis ins Jahr 2000 war Roswitha Bartunek ihre Trainerin, danach wurde Michael Worisch Coach der von Ströck lange gesponserten Athletin. 1991 landete sie 13-jährig mit Jugend-EM-Gold ihren ersten großen internationalen Erfolg. Auf WM-Ebene reichte es 2007 in Melbourne mit Platz acht zu ihrer besten Solo-Platzierung, im Synchro war sie 2001 WM-Vierte. 2006 wurde Richter zudem Gesamtweltcup-Dritte.

(APA)

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