Wiener Stadthallenturnier bangt um Andy Murray

Andy Murray, der zuletzt für die US Open absagen musste, wird aufgrund einer Hüftverletzung 2017 aller Voraussicht nach kein Turnier mehr bestreiten.

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APA/AFP/DANIEL LEAL-OLIVAS

Der Weltranglisten-Zweite Andy Murray wird wegen seiner Hüftverletzung laut eigenen Angaben "höchstwahrscheinlich" den Rest der Tennis-Saison verpassen. Das gab der Schotte am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite bekannt. Murray wird damit aller Voraussicht nach auch nicht bei den Erste Bank Open Ende Oktober in der Wiener Stadthalle aufschlagen. Der 30-Jährige ist bei Österreichs größtem Turnier Titelverteidiger.

Definitiv sagte Murray vorerst für die Turniere Anfang Oktober in Peking und in Shanghai ab. Für Wien und das folgende Event in Paris sei das ebenfalls sehr wahrscheinlich. Die Verletzung, die sich die frühere Nummer eins der Welt bei den French Open im Juni zugezogen hatte, hatte ihn zuletzt bereits sein Antreten bei den US Open, dem letzten Grand-Slam-Turnier der Saison, gekostet.

"Nachdem ich vergangene Woche neben meinem eigenen Team auch einige führende Hüftspezialisten konsultiert habe, haben wir entschieden, dass das die beste Entscheidung für meine langfristige Zukunft ist", erklärte Murray seine Absagen. Der Brite hatte das Jahr als Nummer eins der Welt eröffnet, war wegen seiner Spielpause nach dem Viertelfinal-Aus in Wimbledon aber kurz vor den US Open von Rafael Nadal abgelöst worden.

Straka sieht "50:50-Chance für Wien"

Herwig Straka, Turnierdirektor des Stadthallenturniers, wollte die drohende Absage des Superstars auf Nachfrage der "Presse" nicht bestätigen. "Murray hat für die Asien-Tournee abgesagt, aber noch nicht für die Turniere danach. Ich stehe mit seinem Management im Austausch, es ist eine 50:50-Chance", wollte Straka beruhigen. Um Ersatz werde er sich erst bemühen, sollte die Absage de facto feststehen. Allerdings, die Auswahl ist arg begrenzt.

Novak Djokovic, Stan Wawrinka und der ebenfalls für Wien eingeplante Kei Nishikori haben ihre Saison verletzungsbedingt bereits beendet. Rafael Nadal, Roger Federer, Marin Cilic, Nick Kyrgios und Juan Martin del Potro schlagen beim Parallelturnier in Basel auf. Von den namhafteren Spielern sind damit nur noch Grigor Dimitrov, Milos Raonic, David Goffin und US-Open-Halbfinalist Pablo Carreno Busta verfügbar. Die Stadthalle stellt aber ohnehin ein starkes Starterfeld. Bereits zugesagt haben etwa Dominic Thiem, Alexander Zverev, Jo-Wilfried Tsonga, Tomas Berdych, Lucas Pouille, David Ferrer und Kevin Anderson.

 

(APA)

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