Wimbledon: Royaler Beistand für die Tennis-Queen

Nur noch ein Sieg trennt Serena Williams von Grand-Slam-Titel Nummer 24 und Margaret Courts Bestmarke. Nur zehn Monate nach der Geburt ihrer Tochter ist die 36-Jährige im heutigen Finale die Favoritin.

„Ich genieße jeden Moment“, sagt Serena Williams.
„Ich genieße jeden Moment“, sagt Serena Williams.
„Ich genieße jeden Moment“, sagt Serena Williams. – (c) REUTERS (TONY O´BRIEN)

London. Über die Setzung von Serena Williams müssen sich die Veranstalter der US Open, des vierten und letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres, keine Sorgen mehr machen. Die 36-jährige US-Amerikanerin, der nach ihrem zehnten Finaleinzug in Wimbledon nur noch ein Sieg zum Allzeitrekord von Margaret Court (24 Titel) fehlt, wird sich nach zuletzt Platz 181 der Weltrangliste zumindest auf Rang 28, beim Titelgewinn an 19. Stelle wiederfinden.

Vor dem Finale (15 Uhr, live, Sky, ZDF) gegen die Deutsche Angelique Kerber (WTA 10) wird das aber wohl der letzte Gedanke sein, der Williams bewegt. Die erfolgreichste Spielerin der Profi-Ära dachte nach ihrem großartigen Comeback an die schwierige Zeit unmittelbar nach der Geburt ihrer Tochter, Alexis Olympia, vergangenen September. „Ich habe so eine Freude, weil ich vor weniger als einem Jahr so viel durchmachen musste. Ich habe nach vier Operationen zu zählen aufgehört. Es war jeden Tag Routine, dass ich eine weitere haben musste.“ Nun könnte sie zur ersten Mutter seit Evonne Goolagong-Cawley 1980 werden, die in Wimbledon triumphiert.

Royaler Beistand ist ihr dabei sicher. Zwei Herzoginnen werden in der königlichen Box erwartet: jene von Cambridge, Kate, und jene von Sussex, Meghan. Bei Letzterer war Williams im Mai zur Hochzeit geladen.

 

Dem Druck standhalten

Für Williams steht der achte Wimbledon-Titel auf dem Spiel, außerdem die Bestmarke von Court. Waren die großen Titel ein Hauptantrieb für ihre Rückkehr, so versicherte Williams, dass sie sich in Wimbledon nicht mit dem Rekord beschäftigt habe. „Um ganz ehrlich zu sein, ich habe nicht ein Mal während dieses Turniers daran gedacht. Und das ist auch gut, weil ich mir damals so viel Druck auferlegt habe, als ich die 18 erreichen wollte“, erinnerte sich Williams daran, wie sie die Bestmarken von Chris Evert und Martina Navrátilová eingestellt hatte. „Es ist nur eine Nummer, und ich möchte so viele wie möglich gewinnen.“

Williams ist in ihrem 30. Major-Finale, in dem es um einen Siegerscheck in Höhe von 1,125 Millionen Pfund (1,27 Millionen Euro) geht, Favoritin. In ihrem erst vierten Turnier seit ihrer Rückkehr bzw. nach 13Spielen seit ihrer Schwangerschaft kann sie sich dieser nicht entziehen. „Ich habe wirklich nicht erwartet, dass es so gut laufen würde.“ Sie werde Kerber, der sie im Finale von Wimbledon zum zweiten Mal nach 2016 gegenübersteht, keinesfalls unterschätzen. Vor zwei Jahren siegte Williams 7:5, 6:3. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.07.2018)

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