Federer gewinnt Tennis-Schlacht gegen Nadal

Roger Federer hat das Halbfinal-Duell mit Rafael Nadal gewonnen und ist in Wimbledon zum zwölften Mal ins Endspiel eingezogen. Gegner dort ist Novak Djokovic.

Roger Federer
Roger Federer
Roger Federer – REUTERS

Roger Federer und Novak Djoković bestreiten am Sonntag (15 Uhr, live Sky) das Finale der Herren in Wimbledon. Nachdem sich zunächst der Serbe gegen Underdog Roberto Bautista Agut mit 6:2, 4:6, 6:3, 6:2 durchgesetzt hatte, folgte ihm in den Abendstunden der Schweizer Altmeister durch ein 7:6, 1:6, 6:3, 6:4 gegen Rafael Nadal ins Endspiel.

Das Duell Federer gegen Nadal, es war der 40. Vergleich der beiden, wurde im Vorfeld sehnsüchtig erwartet – und es sollte die hohen Erwartungen auch vollends erfüllen. Dieses Spiel ist längst ein Klassiker, der weit über die Grenzen des Tennissports Ansehen genießt. An diesem Freitag in London wurde alle Beobachtern wieder einmal eindrucksvoll daran erinnert, warum das Kräftemessen zwischen Federer und Nadal als Mutter aller Spiele gilt.

Auch 15 Jahre nach dem ersten Aufeinandertreffen boten die Dauerrivalen Tennis auf allerhöchstem Niveau, spektakuläre Ballwechsel gab es sonder Zahl, nach 3:02 Stunden gewann Federer, weil er der aktivere Spieler war und seinen Matchplan schlicht konsequenter umsetzen konnte.

Beeindruckende Zahlen

51 Winner bei nur 27 unerzwungenen Fehlern (Nadal: 32 Winner, 25 Fehler) brachten den Schweizer auf die Siegerstraße, er verwertete seinen fünften Matchball zum Einzug in sein bereits zwölftes Wimbledon-Finale. „Ich bin erschöpft. Am Ende war es richtig hart“, sagte Federer, der am Sonntag um seinen 21. Grand-Slam-Titel spielt.

Das Gros der wichtigen Punkte gegen Nadal hatte der Basler für sich entschieden, „es war eine große Freude, heute hier zu spielen“, erklärte der 37-Jährige, der im Head-to-Head mit Nadal nun auf 16:24-Siege verkürzte und sich für die jüngste Halbfinalniederlage bei den French Open in Paris revanchierte.

Im Finale baut sich mit Novak Djoković eine vermeintlich noch größere Hürde auf. Der Serbe fand gegen den stark spielenden Bautista Agut, dem er in der laufenden Saison schon zwei Mal unterlegen war, ab dem dritten Satz zu seiner Hochform. „Novak hat großartig gespielt“, befand auch Federer und ergänzte: „Er hat bei diesem Turnier von Anfang an grundsolide agiert und gezeigt, warum er die Nummer eins der Welt und Titelverteidiger in Wimbledon ist.“

Federer und Djoković standen einander bereits 47. Mal gegenüber, im direkten Vergleich führt der Mann aus Belgrad mit 25:22-Siegen. Djoković greift nach seinem 16. Grand-Slam-Titel.

(cg)

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