NBA: Die Worte und Würfe von Stephen Curry

Siegreich mit Golden State, Kritik für Staat und Trump.

NBA: Golden State Warriors gegen Los Angeles Clippers
Schließen
NBA: Golden State Warriors gegen Los Angeles Clippers
NBA: Golden State Warriors gegen Los Angeles Clippers – (c) USA TODAY Sports (Gary A. Vasquez)

Denver. Stephen Curry hat in dieser NBA-Saison bereits etliche Schlagzeilen geliefert. Am wenigsten ging es dabei jedoch um das Basketball-Talent des 29-Jährigen von Meister Golden State Warriors. Zunächst rückte der Star in den Mittelpunkt der Diskussion um den Hymnenstreit mit Präsident Donald Trump, da er nach dem Titelgewinn erklärt hatte, auf den traditionellen Besuch im Weißen Haus dankend zu verzichten.

Dann setzte es für den Titelverteidiger aus Oakland, Kalifornien, zu Saisonstart eine Niederlage gegen Houston, der angestaute Frust offenbarte sich im dritten Spiel in Memphis, als sich die Warriors trotz 37 Punkten ihres Superstars geschlagen geben mussten und Curry im Finish seinen Zahnschutz in Richtung des Referees warf. Die Ligakommission brummte ihm dafür eine Geldstrafe von 50.000 Dollar auf.

Seither aber ging es mit den Warriors bergauf, auch Currys Laune stieg. Vor Halloween fuhr er in Detroit verkleidet als „Billy“-Puppe aus der Horrorfilm-Reihe „Saw“ auf einem Dreirad zum Stadion vor. Das Gastspiel bei den Pistons wurde zwar verloren, aus den letzten sieben Spielen stehen dennoch sechs Siege zu Buche, der 127:108-Erfolg bei den Denver Nuggets in der Nacht auf Sonntag war der dritte in Folge. Golden State ist neuer Tabellenführer der Western Conference. Curry erzielte 22 Punkte und verzeichnete zudem Karriererekord: sein Plus/Minus-Rating (erzielte Punkte des Teams mit jenen des Gegners pro Einsatzzeit gegengerechnet) lag am Ende bei plus 44.

Im Streit mit Trump hat Curry übrigens nachgelegt und Gregg Popovich, Headcoach der San Antonio Spurs, als Nachfolger ins Gespräch gebracht: „Er ist genial für die NBA, aber er wäre wohl noch besser für unser Land!“ Popovich, 68, bezeichnete Trump als „pathologischen Lügner“. (swi)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.11.2017)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Meistgekauft
      Kommentar zu Artikel:

      NBA: Die Worte und Würfe von Stephen Curry

      Schließen

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.