Sandra Lahnsteiner: Damentag im Tiefschnee

Die Österreicherin dreht Skifilme ausschließlich mit weiblichen Protagonisten. Die Stars sind Julia Mancuso und die verunglückte Matilda Rapaport.

Leonardo Dale

Seit 2010 dreht die Salzburgerin Sandra Lahnsteiner Ski-Filme nur mit Frauen als Darstellern. Auch "Between", das neueste Filmprojekt der Profi-Freeriderin, begleitet ausschließlich weibliche Protagonisten - von Alaska, Neuseeland und die Alpen bis hin zu einer Abfahrt von einem Vulkan auf Hawaii.

Mit dabei ist auch Olympiasiegerin Julia Mancuso. "Skifahren auf Hawaii war immer ein Traum von mir. Ich habe von Leuten gehört, die auf Big Island Ski gefahren sind und hatte immer das Gefühl, dass ich das selbst mal tun müsste", erzählt die US-Amerikanerin.

Weitere Athletinnen im Film sind die zweifache Freeride-Weltmeisterin Nadine Wallner aus Vorarlberg, die dreifache Surf-Weltmeisterin Carissa Moore und Matilda Rapaport. Die Schwedin wurde im Juli 2016 bei Dreharbeiten für ein anderes Filmprojekt in Chile von einer Lawine verschüttet. Nach einigen Tagen im Koma erlag sie ihren schweren Verletzungen. 

"Es war wichtig, dort zu sein"

Rapaports Ehemann, der schwedische Slalomläufer Mattias Hargin, war nach der Unfall-Nachricht nach Chile geflogen und hatte noch einige Tage an der Seite Matildas verbracht, ehe sie starb. "Es war wichtig, dort und mit ihr zu sein, bevor Matilda ging", erzählt Hargin. 

In "Between" wird Rapaport noch einmal gewürdigt. Der Premiere im Oktober in München weilte auch Hargin bei. Der 31-jährige Kitzbühel-Sieger hatte mit einem Karriere-Ende spekuliert. "Wir haben vor allem die Liebe zum Skifahren geteilt. Deshalb habe ich begriffen, dass es richtig ist, weiterzufahren." In Levi wurde Hargin in seinem ersten Rennen nach diesem "Alptraum" bemerkenswerter Sechster. 

"Between" läuft am 14. November als Special des Freeride Filmfestivals im Stadtkino in Wien. 

Bruno Long

 

 

(red.)

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