Rehrl führt nach Kombi-Springen, Klapfer Vierter

Der Steirer Franz-Josef Rehrl führt überraschend die Zwischenwertung des Olympia-Bewerbs in der Nordischen Kombination nach dem Springen an.

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APA/AFP/ODD ANDERSEN

Der erst als letzter Athlet ins Olympiateam der rot-weiß-roten Nordischen Kombinierer gerutschte Franz-Josef Rehrl hat die Windlotterie am Mittwoch perfekt genutzt. Der 24-jährige Steirer segelte auf 112 m und verfehlte den Schanzenrekord nur um 1,5 m. Er führt in Pyeongchang/Alpensia nach dem Sprung. Im 10-km-Langlauf (10.00 Uhr) geht er 15 Sekunden vor Jarl Magnus Riiber (NOR/111 m) ins Rennen.

Rehrl darf sich allerdings auf eine Aufholjagd starker Läufer gefasst machen: Angeführt von Weltcupleader Akito Watabe (105,5/+ 28 Sekunden) werden Österreichs chancenreichster Medaillenkandidat Lukas Klapfer (109/+32) und auch Deutschland Olympiasieger von 2014, Eric Frenzel (106,5/+36), Dampf machen.

"Ja, absolut, kaiserlicher Auftritt ist das richtige Wort", brach es aus Rehrl gegenüber der APA heraus. "Natürlich mit Platz eins nach dem Springen bist du der heiße Favorit. Ich werde alles geben und das Ziel ist absolut eine Medaille", kündigte der Ramsauer an.

Lukas Klapfer, der für die einzigen Weltcup-Podestplätze für den ÖSV in dieser Saison gesorgt hatte, war von Rehrls Sprung inspiriert oben gestanden. "Ja, das ist wirklich gewaltig. Der Sprung von Franz-Josef hat mich oben extrem angeturnt. Der Sprung war so geil, wir haben uns so gefreut oben. Heute hat man Glück gebraucht und es war auf meiner Seite", meinte der zweite Steirer in den Top 4.

Klapfers Prognose für den Langlauf: "Wir werden sicher ein Dreier- bis Vierer-Gespann werden, vielleicht kommt der Hirvonen noch. Dann gilt es am Schluss am meisten Kraft zu haben und unter dem Rennen so viele Körner wie möglich zu sparen." Und wie schätzt der 32-Jährige die Taktik Rehrls ein? "Franz-Josef wird auf unsere Gruppe warten, dann muss er schauen, ob er mit gesparter Energie noch der Stärkere sein könnte."

Für Wilhelm Denifl und Bernhard Gruber ist der Kampf um Medaillen hingegen nach schlechten Windbedingungen illusorisch. Als 25. bzw. 33. gehen sie mit mehr als zweieinhalb Minuten Rückstand in die Loipe.

(APA)

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