Paralympics: Lösch fährt zu RTL-Bronze

Claudia Lösch gewann die neunte Medaille ihrer Karriere. Markus Salcher verpasste das Podest knapp.

Claudia Lösch
Claudia Lösch
Claudia Lösch – APA/AFP/OIS/IOC/BOB MARTIN

Österreichs Team hat am Mittwoch bei den Winter-Paralympics in Pyeongchang seine vierte Medaille gewonnen. Im Riesentorlauf der Alpin-Skifahrer fuhr Claudia Lösch in der sitzenden Klasse am Tag nach ihrem Super-Kombi-Ausscheiden zu Bronze. Der Niederösterreicherin fehlten nur sechs hundertstel Sekunden auf die zweitplatzierte Niederländerin Linda van Impelen. Gold ging an Momoka Muraoka aus Japan.

"Ob ich Zweite oder Dritte werde, ist mir nicht wichtig, Medaille ist Medaille. Bitter wäre es nur gewesen, wenn Momoka ausgeschieden wäre und die sechs Hundertstel über Gold und Silber entschieden hätten", sagte die Lösch. Unzufrieden zeigte sich die 29-Jährige aber vor allem mit ihrem ersten Durchgang. "Mir geht es mit Bronze wesentlich besser als mit Silber vor ein paar Tagen. Hundertprozentig zufrieden bin ich nicht, weil der erste Durchgang für das, was ich drauf habe, nicht gut war. Es ist eine Medaille, darüber freue ich mich. Aber so ganz will es einfach nicht laufen."

Für Lösch ist es bereits die neunte Paralympics-Medaille ihrer Karriere. Im abschließenden Slalom hat die sechsfache Behindertensportlerin des Jahres noch die Chance auf eine weitere. "Das ist definitiv das Ziel", betonte Lösch.

Salcher trotz verpasster Medaille zufrieden

Bei den Herren fuhr Markus Salcher in der stehenden Klasse nur knapp an seiner sechsten Paralympics-Medaille vorbei. Der Kärntner beendete das Rennen als Fünfter. "Ich hätte einen herausragenden zweiten Durchgang gebraucht. Mit der Platzierung bin ich ganz zufrieden, es ist die Region, die ich im Riesentorlauf erwartet habe. Mit zwei Medaillen muss ich mich bei diesen Spielen sicher nicht verstecken und kann zufrieden nach Hause fahren", sagte der 26-Jährige.

In der sitzenden Klasse wurde Roman Rabl als bester Österreicher Siebenter. "Ich fahre gut, aber es reicht einfach nicht für ganz vorne", resümierte der Tiroler. Markus Gfatterhofer freute sich bei seiner Paralympics-Premiere über den neunten Rang, Simon Wallner belegte Rang 19.

Im Langlauf-Sprint musste sich das Duo Carina und Julian Edlinger mit dem vierten Platz begnügen. Das Geschwisterpaar aus Salzburg war in der Qualifikation noch die drittschnellste Zeit gelaufen. Im Finale machte ein Sturz jedoch alle Medaillenhoffnungen früh zunichte. "Blöd gelaufen. Ich habe selber nicht gewusst, was ich da tue. Schade, dass es ausgerechnet bei den Paralympics passiert", meinte die 19-jährige Carina Edlinger.

(APA)

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