Alpine Ski-WM 2023 findet nicht in Saalbach statt

Den Zuschlag geht beim FIS-Kongress in Griechenland an das französische Courchevel-Meribel.

++ HANDOUT ++ FIS KONGRESS IN COSTA NAVARINO: HASENAUER / MEISSNITZER / GENSBICHLER / LEISTNER / KRONBERGER / WALCHHOFER
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Trotz prominenter Unterstützung unterlag Saalbach den Franzosen. – APA/ÖSV/ERICH SPIESS

Saalbach ist bei der Vergabe der alpinen Ski-WM 2023 leer ausgegangenen. Die FIS vergab am Donnerstag im Rahmen ihres 51. Kongresses in Costa Navarino in Griechenland die Titelkämpfe an Courchevel-Meribel, womit erstmals seit 2009 wieder in Frankreich Alpin-WM-Medaillen vergeben werden. Österreich hingegen muss weiter auf die erste Ski-WM seit Schladming 2013 warten.

Die Abstimmung im FIS-Vorstand endete mit 9:6 für Courchevel-Meribel. Dennoch wird sich Saalbach auch um die Titelkämpfe 2025 bemühen und dabei gute Chancen haben. "Was uns betrifft, geben wir bestimmt nicht auf. Die nächste Vergabe gilt für 2025 und die holen wir uns dann nach Saalbach", wurde Bartl Gensbichler, Präsident des Salzburger Landesskiverbandes, in einer ÖSV-Aussendung zitiert.

Zunächst aber regierte beim Landeschef die Enttäuschung über die verpassten Titelkämpfe 2023. "Wir haben viel Arbeit und Herzblut in die Bewerbung gesteckt, um 2023 nach langer Pause wieder eine WM durchführen zu können. Dass wir das Know-how dafür besitzen, wissen wir. Mit Courchevel-Meribel hatten wir jedoch einen sehr starken Mitbewerber. Wir drücken unseren Kollegen aus Frankreich die Daumen für die WM und werden mit Sicherheit auch selbst vor Ort sein", sagte Gensbichler.

Österreicher nehmen Niederlage sportlich

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel sah die Abstimmungsniederlage pragmatisch. "Der Grund dafür war, wie ich aus den Kommentaren meiner Vorstandsmitglieder entnehmen konnte, dass Österreich seit 2013 mit der Alpinen WM in Schladming (2013), der Freestyle-WM in Kreischberg (2015), der Skiflug-WM am Kulm (2016), der Grasski-WM in Kaprun (2017), der Biathlon-WM in Hochfilzen (2017) und der bevorstehenden Nordischen WM in Seefeld (2019) allein fünf FIS-Weltmeisterschaften zugesprochen bekam. Dass der Bewerbung von Saalbach zahlreiche Sympathien entgegengebracht wurden, lässt uns die Bewerbung für 2025 mit entsprechendem Optimismus angehen", erklärte der Tiroler.

Auch Saalbachs Bürgermeister Alois Hasenauer zeigte sich gelassen: "Natürlich ist es schade, dass wir die WM 2023 noch nicht austragen dürfen, wünschen unseren Mitbewerbern aber gleichzeitig alles Gute für ihren Event. Aufgeben kommt für uns aber nicht infrage. Wir machen da weiter, wo wir gerade stehen und bereiten uns für die Vergabe in Marrakesch 2020 vor. Wir sind sehr optimistisch, dass in den nächsten Jahren eine WM in Österreich stattfinden wird - hoffentlich 2025 in Saalbach Hinterglemm."

Am 9. Juli 2015 entschied sich die ÖSV-Präsidentenkonferenz für Saalbach als WM-Bewerber für 2023, der Salzburger Skiort hatte den Vorzug vor St. Anton am Arlberg erhalten. Saalbach-Hinterglemm war bereits 1991 WM-Ausrichter. Im Mai 2017 stand fest, dass es Saalbach im Vergabeprozess mit Courchevel-Meribel zu tun bekommt. Die WM 2019 findet in Aare (Schweden) statt, jene 2021 folgt in Cortina d'Ampezzo (Italien).

Ski nordisch: WM 2023 an Planica vergeben

Nach vier Anläufen hat es der slowenische Ort Planica doch noch geschafft und den Zuschlag bekommen. Planica wird Gastgeber der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2023. Die Entscheidung auf dem FIS-Kongress im griechischen Costa Navarino teilte der Weltverband am Donnerstag mit. Planica setzte sich diesmal gegen Trondheim durch, nachdem es für 2017 an Lahti, 2019 an Seefeld und 2021 an Oberstdorf gescheitert war.

Zudem beschloss die FIS, dass die Skiflug-WM 2022 im norwegischen Vikersund ausgetragen wird. Nächster Gastgeber für die Flug-WM ist 2020 auch das im Nordwestens Sloweniens gelegene Planica. Die Ski-Freestyle und -Snowboard-WM 2023 geht in Bakuriani (Georgien) über die Bühne.

(APA)

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