Huawei Mate 10 Pro: Pech für AT&T Kunden

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Da kann man als Firmenchef schon einmal ausflippen: Endlich hat man ein ausgezeichnetes Handy im Angebot – das Mate 10 Pro –, und dann wirft es der größte amerikanische Mobilfunkbetreiber, AT&T, im letzten Moment aus dem Programm.

Die Presse/ Clemens Fabry und Norbert Rief
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Angeblich, weil man sich Sorgen macht, dass das Smartphone von China für Spionagezwecke missbraucht werden könnte. Kein Wunder, dass Huawei-Chef Richard Yu jüngst auf der CES in Las Vegas die Contenance verlor.

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Denn eigentlich, vermuten die Chinesen, gehe es den US-Amerikanern unter ihrem protektionistischen Präsidenten, Donald Trump, nur darum, ernsthafte Konkurrenz für das iPhone außer Landes zu halten.

Tatsächlich? Kann das Mate 10 Pro dem iPhone X tatsächlich das Wasser reichen? Wir haben es getestet.

Die Presse/ Clemens Fabry und Norbert Rief
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Rein äußerlich muss sich das Huawei (Preis ohne Vertrag etwa 760 Euro) nicht verstecken. Der sechs Zoll große Amoled-Bildschirm mit 2160 x 1080 Pixel Auflösung, scharf und farbintensiv, reicht bis knapp an die Ränder. Der Fingerabdrucksensor zum Entsperren ist auf der Rückseite angebracht und arbeitet erfreulich schnell.

Die Presse/ Clemens Fabry und Norbert Rief
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Das Smartphone ist in viel Glas verpackt – auch hinten –, weshalb Huawei gleich eine Plastikhülle mitliefert, damit das Handy nicht aus der Hand flutscht (Note-8-Besitzer kennen das Problem). Gewichtsmäßig ist das Huawei etwas schwerer als das Samsung Galaxy S8, aber fast auf das Gramm gleich schwer wie das iPhone X.

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Mit dem iPhone teilt sich das Mate 10 den fehlenden Kopfhöreranschluss, man muss über die USB-Schnittstelle (Typ C) arbeiten. Dafür konnte man das Handy wasserdicht machen: Ein Meter Tiefe überlebt es für 30 Minuten.
Innen werkt ein Achtkern-Kirin-970-Chip, der laut Huawei intelligent ist. Seine künstliche Intelligenz beweist er durch seine Lernfähigkeit: Je nachdem, wie der User das Handy verwendet, optimiert er die Leistung. Zudem erkennt er beim Fotografieren Motive und passt Farbe, Schärfe und Kontraste entsprechend an. Für Bilder hat man genug Platz: Der interne Speicher bietet 128 GB.

Die Presse/ Clemens Fabry und Norbert Rief
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Ein paar nette Features: Nicht exklusiv, aber stets hilfreich, ist ein Always-On-Display. Es gibt eine Safe-Funktion, die Apps nur nach einem Fingerabdruck entsperrt. Hilfreich, wenn man sein Handy herleihen will. Über ein USB-C-zu-HDMI-Kabel kann man das Handy an einen Monitor anschließen und dann, ähnlich wie bei Samsung, im Desktop-Modus nützen.

Die Presse/ Clemens Fabry und Norbert Rief
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Die Leica-Kamera verdient spezielle Erwähnung. Es gibt einen Monochrom- und einen Farbsensor mit 20 Megapixel Auflösung und einer hohen Lichtstärke von Blende 1.6. Die kann man für den Fotoeffekt „große Blende“ nützen: eine geringe Schärfentiefe führt dazu, dass der Hintergrund unscharf verschwimmt.

(Testaufnahme bei schlechtem Licht auf der Automesse in Wien)

Die Presse/ Clemens Fabry und Norbert Rief
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Die Aufnahmen haben einen guten Farbumfang, angenehme Kontraste und auch bei hoher ISO-Zahl nur geringes Bildrauschen. Angenehm: mit einem Wisch ist man im Pro-Modus und kann ISO, Blende, Belichtungszeit und AF-Modus manuell einstellen. Aufnahmen in Raw sind möglich.

(Die hohe Auflösung von 20 Megapixel zeigt viele Details)

Die Presse/ Clemens Fabry und Norbert Rief
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Wichtig für pubertierende Töchter: eine „perfekte Selfie“-Funktion, die einen angeblich schöner macht. Beeindruckend ist der Akku mit 4000 mAh. Er hielt bei uns zwei Tage. Wird es eng, hängt man ihn kurz an: Die Schnellladefunktion brachte ihn in lediglich 15 Minuten von Null auf 31 Prozent!

(Trotz Schnee und Nebels gut belichtete Automatikaufnahmen in Kitzbühel)

Die Presse/ Clemens Fabry und Norbert Rief
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Keine Frage: Den AT&T-Kunden entgeht hier etwas.

(Aufnahme mit der Panoramafunktion vom Abfahrtstraining in Kitzbühel)

Die Presse/ Clemens Fabry und Norbert Rief
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Selfie (mit einem Handy der Konkurrenz) in Kitzbühel mit dem Südtiroler Abfahrer, Peter Fill. Die automatische Belichtung lässt sich vom hellen Schnee nicht irritieren.

Die Presse/ Clemens Fabry und Norbert Rief
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Hier hat die Belichtung des Huawei versagt. Der Schnee und die hellen Wolken haben die Automatik durcheinander gebracht, das Bild ist zu dunkel. Eine Korrektur während der Aufnahme ist mit einem Wisch nach links möglich, dann kann man alle Aufnahmeparameter manuell ändern.

Die Presse/ Clemens Fabry und Norbert Rief
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Warten auf Marcel Hirscher vor der temporär aufgebauten Almhütte einer österreichischen Tageszeitung.

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Und hier ist er schon - irgendwo im Gedränge.

Die Presse/ Clemens Fabry und Norbert Rief
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Ein ideales Feature der Kamera ist die Einstellung "offene Blende". Dann wird mit der größten Blendenöffnung fotografiert, der Hintergrund verschwimmt angenehm in Unschärfe.

Die Presse/ Clemens Fabry und Norbert Rief
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Das gleiche Bild mit der gewöhnlichen Automatikeinstellung fotografiert.

Die Presse/ Clemens Fabry und Norbert Rief