Chinas Gesichtserkennung findet Verdächtigen unter 50.000 Personen

Bei einem Konzert kam Chinas neue Gesichtserkennung zum Einsatz und diese fand prompt einen Mann, der wegen Wirtschaftskriminalität gesucht wurde.

REUTERS

Am Flughafen Wien wird aktuell Gesichtserkennung von Einreisenden getestet. London hat bereits derartige Terminals, die die biometrischen Daten mit jenen im Pass abgleicht. In China ist man wieder einen Schritt weiter. Deren leistungsstarke Gesichtserkennung konnte bei einem Konzert mit 50.000 Gästen einen Verdächtigen ausmachen.

Auf einem Konzert von dem berühmten chinesischen Jacky Cheung in der Stadt Nanchang waren mehr als 50.000 Konzertgäste. Die Gesichtserkennungs-Technologie konnte aus dieser Masse an Menschen die eine Person finden, die wegen nicht näher genannten Wirtschaftsverbrechen gesucht wurde. Er wurde direkt beim Konzert verhaftet.

Laut chinesischen Medienberichten reagierte der Mann, der mit seiner Frau das Konzert besuchte, schockiert. Auf einer Großveranstaltung glaubte er sich in der Menge sicher vor der Polizei.

China ist bekannt für seine Überwachungsmaßnahmen. Auf Flughäfen, Bahnhöfen und auch im Straßenverkehr setzt das Land auf ein dichtes Netz aus Überwachungskameras. Die Gesichter werden in Echtzeit mit Fahndungslisten und Datenbanken mit Kriminellen abgeglichen. China verfolgt damit aber nicht nur Straffällige, sondern auch Regime-kritische Personen.

>>> Gizmodo

 

(bagre)

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