Fitnesstracker liefert Polizei mutmaßlichen Mörder

Die 67-jährige Karen Navarra wurde am 13. September tot in ihrem Haus aufgefunden. Die Auswertung der Fitnesstracker-Daten führte die Ermittler zu einem Tatverdächtigen, ihrem Stiefvater.

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Symbolbild – (c) Fitbit

Am 8. September hört um 15:28 Uhr das Herz der 67-Jährigen auf zu schlagen, nachdem es zuvor noch rasend schnell schlug. Das hat zumindest die smarte Uhr, die sie am Handgelenk trug, aufgezeichnet, wie "Spiegel Online" berichtet. Die Autopsie der Kalifornierin ergibt, dass sie mehrere tiefe Wunden in Gesicht und am Kopf hat. Vermutlich herbeigeführt durch ein Beil oder eine kleine Axt. Gewaltverbrechen mit Todesfolge, lautet das Urteil des untersuchenden Arztes.

Die Polizei in San Juan (Kalifornien) befragt zuerst ihren 90-jährigen Stiefvater. Er sagt aus, dass er ihr Pizza und "Biscotti" vorbeigebracht habe. Als Dank bekam er zwei Rosen. Als er ging, habe sie noch gelebt.

Mit Hilfe der Fitnesstracker-Daten, die den genauen Zeitpunkt des Todes von Navarra angaben und der Überwachungskamera, die zeigt, dass der Stiefvater erst nach halb vier die Wohnung verlässt, kann die Aussage aber widerlegt werden. Der Stiefvater bestreitet die Tat, wird aber wegen Mordverdachts festgenommen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein vernetztes Gerät die Ermittler bei der Aufklärung eines Mordfalls unterstützt. Bei einem Fall erhoffte sich die Polizei durch den Zugriff auf Amazons smarten Lautsprecher, Alexa, neue Erkenntnisse über den Mordfall. Zwar weigerte sich Amazon zu Beginn, aber nachdem der Angeklagte zustimmte, erklärte man sich bereit, die Daten herauszugeben. Aufgrund berechtigter Zweifel wurde der Angeklagte freigesprochen.

>>> Spiegel

(bagre)

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