Das Ende einer Fehde: Microsoft will mit Patenten Linux schützen

Microsoft tritt dem Open Invention Network bei und bringt 60.000 Patente in dieses Bündnis ein, um Linux und Android vor Patentklagen zu schützen.

REUTERS

Microsoft tritt dem Open Invention Network (OIN) bei und unterstützt damit Linux und damit auch Android vor Patentklagen. Mit der Unterstützung bringt Microsoft auch 60.000 Patente in dieses Bündnis mit ein. Ein überraschender Schritt. Das Unternehmen hat eine lange Geschichte der offenen Abneigung gegen Linux und lizenzfreie Software.

Steve Ballmer, einer der schillerndsten Microsoft-Köpfe in der mehr als 40-jährigen Unternehmengeschichte. Er war bekannt für seine unüberlegte und hitzige Art. Aus seiner Meinung machte er nie einen Hehl. Besonders bei der Open-Source-Software Linux nahm er nie ein Blatt vor den Mund. Er bezeichnete es einst als Krebsgeschwür und "kommunistisch". Die Nutzer seien Piraten und wollen für Services nicht bezahlen.

Mit seinem Nachfolger Satya Nadella bekam Microsoft eine neue Richtung, auch in Bezug auf Open Source. Längst setzt das Unternehmen selbst in einigen Bereichen auf Open Source und mit dem Cloud-Service Azure ist man selbst zu einem fleißigen Nutzer der freien Software geworden.

Mit dem Beitritt in das OIN stellt Microsoft die 60.000 Patente den anderen 2650 Unternehmen in dem Netzwerk zur Verfügung. Damit können sich die Partner nicht nur vor Klagen schützen, sondern Teil der Vereinbarung ist auch das kostenlose Nutzungsrecht.

Damit teilt man aber nicht das gesamte Patentportfolio. Die hauseigenen Windows-Patente hat sich Microsoft zum größten Teil behalten.

>>> Microsoft-Statement.

(bagre)

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