Huawei Mate X

Aus der Nähe betrachtet

Das Mate X war das Highlight des MWC in Barcelona. Ausgewählten Journalisten gewährte man einen Blick aus der Nähe. Dennoch, anfassen durfte man das Gerät trotzdem nicht.

Acht Jahre hat Samsung an den faltbaren Smartphones gearbeitet und im Augenblick des Durchbruchs, stiehlt ihnen die chinesische Konkurrenz die Show. Nur drei Tage stand das Galaxy Fold von Samsung alleine im Rampenlicht. Dann kam das Huawei Mate X.

Text und Bild: Barbara Steinbrenner

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Clement Wong, verantwortlich für die Devices-Sparte bei Huawei, präsentierte der "Presse" das neuartige Smartphone. Auch wenn Huawei nicht der erste Hersteller mit einem faltbaren Smartphone ist - den Titel hat das US-Unternehmen Royole - aber sie bleiben definitiv in Erinnerung. 

 

>>> Huawei Mate X

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Geduldig faltet Clement Wong wärend der Präsentation das Gerät auf und zu, während er erklärt, dass das 5G-Modul die eigentliche Innovation sei. Doch der Fokus liegt eindeutig auf der faltbaren Eingeschaft des Geräts. Huawei faltet sein Display nach außen, während Samsung es nach innen faltet.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Huaweis Methode hat aber den Vorteil, dass es dadurch viel flacher ist. Insgesamt ist es nur elf Millimeter dick, im geschlossenen Zustand. Hier im Vergleich mit einem iPhone Xs Max zu sehen.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Und hier nochmal von der vorne die beiden Geräte im Vergleich.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Im ausgefalteten Zustand ist es mit 5,4 Millimetern extrem flach. Als ein italienischer Kollege das Gerät anfassen wollte, herrschte von Produktmanagern und PR-Leuten große Aufregung. Dafür, dass es bereits im Sommer auf den Markt kommen soll, nicht zwingend die beste Darbietung der Widerstandsfähigkeit des Geräts.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Nur wenige Modelle hat Huawei auf den MWC mitgebracht und bei einer Party soll es bereits zu Beschädigungen an einigen Modellen gekommen sein. Offiziell wollte man dies aber gegenüber der "Presse" nicht bestätigen.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Eine nicht nachvollziehbare Vorgehensweise. Denn das Gerät wirkte äußerst stabil. Das Mate X wurde von Clement Wong ungefähr 100 Mal vor Augen der Journalisten gefaltet und es macht einen sehr stabilen Eindruck. Mit einem mechanischen Button auf der Leiste, lässt sich das Gerät in das Acht-Zoll-Format auseinanderfalten. Das Gehäuse macht - zumindest aus 30 Zentimetern Entfernung - einen äußerst stabilen Eindruck.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Insgesamt bietet das Smartphone drei verschiedene Display-Modi und das Gerät erkennt - mit kurzer Verzögerung - dank des integrierten Gyrosensors, welches Display gerade im Einsatz ist. Entweder man nutzt das Gerät im acht Zoll Format, oder auf dem großen Bildschirm mit 6,6 Zoll oder das kleine Display mit 6,4 Zoll. Auf letzterem können auch App-Shortcuts und Widgets platziert werden.

 

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Wong präsentierte auch mehrfach die Selfie-Funktion, die dem fotografierten Objekt auch gleich auf dem zweiten Bildschirm das Endresultat präsentiert.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Auf der Seite hat Huawei nicht nur die Kameras und den mechanischen Button verbaut, sondern auch Prozessoren und der USB-C-Anschluss.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Damit lässt sich das Gerät bequem in der Hand halten und das Display verschmiert nicht ständig mit Fingerabdrücken durch das Halten.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Auffallend ist die Höhe des Geräts. Mit einer Hand lässt sich das Gerät definitiv nicht bedienen. Anders als Samsung hat Huawei seine Benutzeroberfläche nicht entsprechend angepasst.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Besonderes Augenmerk legte Wong darauf, dass sich beim Zusammenfalten das Gerät komplett schließt und keine Lücke entsteht.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Was sich als störend erweisen könnte, ist, dass das Gerät durch die Leiste nicht plan aufliegt, wie im Bild zu sehen. Das könnte beim Nutzen wackeln und stören. Wenn selbst Kameras, die knapp einen Millimeter vom Gehäuse abstehen, als störend empfunden werden.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Mit 2300 Euro ist das Smartphone teuer. Gemessen an den 1600 Euro Modellen von Apple und Samsung sowie auch auch Huaweis Porsche-Edition des Mate 20 ist es im Verhältnis wiederum nicht auffallend teuer. Denn es ist eine gänzlich neue Geräte-Sparte.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Wir stehen aber erst am Anfang was diese Technologie betrifft. Das ist sich auch Huawei bewusst. Wir befinden uns jetzt im "Proof of Concept"-Stadium. Huawei und Samsung haben den Beweis angetreten, dass sich Bildschirme falten lassen. Die tatsächlichen Anwendungsszenarien und Vorteile eines solchen Bildschirms werden sich aber erst zeigen.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Huawei hat den Marktführer Samsung aber deutlich in die Schranken verwiesen. Das Gerät wirkt ausgereifter und die Chinesen ließen das Smartphone sogar aus der Nähe betrachten. Bei Samsung stand das Fold nur in einem Glaskasten. Die Flexibilität wurde nicht einmal demonstriert.

>>> Die Messe der Unberührbaren

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Wer aber schlussendlich das Rennen machen wird, entscheiden die Kunden. Preislich unterscheiden sich die Geräte nicht allzu sehr. Da das Gerät mit 5G-Modul ausgestattet ist, ist aber nicht sicher, ob das Mate X dieses Jahr überhaupt in Österreich auf den Markt kommt. Laut Wong soll es nur dort erhältlich sein, wo auch ein 5G-Netz vorhanden ist.

>>> Galaxy Fold: Die Smartphone-Zukunft ist teuer

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Acht Jahre hat Samsung an den faltbaren Smartphones gearbeitet und im Augenblick des Durchbruchs, stiehlt ihnen die chinesische Konkurrenz die Show. Nur drei Tage stand das Galaxy Fold von Samsung alleine im Rampenlicht. Dann kam das Huawei Mate X.

Text und Bild: Barbara Steinbrenner

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Clement Wong, verantwortlich für die Devices-Sparte bei Huawei, präsentierte der "Presse" das neuartige Smartphone. Auch wenn Huawei nicht der erste Hersteller mit einem faltbaren Smartphone ist - den Titel hat das US-Unternehmen Royole - aber sie bleiben definitiv in Erinnerung. 

 

>>> Huawei Mate X

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Geduldig faltet Clement Wong wärend der Präsentation das Gerät auf und zu, während er erklärt, dass das 5G-Modul die eigentliche Innovation sei. Doch der Fokus liegt eindeutig auf der faltbaren Eingeschaft des Geräts. Huawei faltet sein Display nach außen, während Samsung es nach innen faltet.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Huaweis Methode hat aber den Vorteil, dass es dadurch viel flacher ist. Insgesamt ist es nur elf Millimeter dick, im geschlossenen Zustand. Hier im Vergleich mit einem iPhone Xs Max zu sehen.

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Und hier nochmal von der vorne die beiden Geräte im Vergleich.

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Im ausgefalteten Zustand ist es mit 5,4 Millimetern extrem flach. Als ein italienischer Kollege das Gerät anfassen wollte, herrschte von Produktmanagern und PR-Leuten große Aufregung. Dafür, dass es bereits im Sommer auf den Markt kommen soll, nicht zwingend die beste Darbietung der Widerstandsfähigkeit des Geräts.

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Nur wenige Modelle hat Huawei auf den MWC mitgebracht und bei einer Party soll es bereits zu Beschädigungen an einigen Modellen gekommen sein. Offiziell wollte man dies aber gegenüber der "Presse" nicht bestätigen.

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Eine nicht nachvollziehbare Vorgehensweise. Denn das Gerät wirkte äußerst stabil. Das Mate X wurde von Clement Wong ungefähr 100 Mal vor Augen der Journalisten gefaltet und es macht einen sehr stabilen Eindruck. Mit einem mechanischen Button auf der Leiste, lässt sich das Gerät in das Acht-Zoll-Format auseinanderfalten. Das Gehäuse macht - zumindest aus 30 Zentimetern Entfernung - einen äußerst stabilen Eindruck.

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Insgesamt bietet das Smartphone drei verschiedene Display-Modi und das Gerät erkennt - mit kurzer Verzögerung - dank des integrierten Gyrosensors, welches Display gerade im Einsatz ist. Entweder man nutzt das Gerät im acht Zoll Format, oder auf dem großen Bildschirm mit 6,6 Zoll oder das kleine Display mit 6,4 Zoll. Auf letzterem können auch App-Shortcuts und Widgets platziert werden.

 

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Wong präsentierte auch mehrfach die Selfie-Funktion, die dem fotografierten Objekt auch gleich auf dem zweiten Bildschirm das Endresultat präsentiert.

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Auf der Seite hat Huawei nicht nur die Kameras und den mechanischen Button verbaut, sondern auch Prozessoren und der USB-C-Anschluss.

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Damit lässt sich das Gerät bequem in der Hand halten und das Display verschmiert nicht ständig mit Fingerabdrücken durch das Halten.

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Auffallend ist die Höhe des Geräts. Mit einer Hand lässt sich das Gerät definitiv nicht bedienen. Anders als Samsung hat Huawei seine Benutzeroberfläche nicht entsprechend angepasst.

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Besonderes Augenmerk legte Wong darauf, dass sich beim Zusammenfalten das Gerät komplett schließt und keine Lücke entsteht.

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Was sich als störend erweisen könnte, ist, dass das Gerät durch die Leiste nicht plan aufliegt, wie im Bild zu sehen. Das könnte beim Nutzen wackeln und stören. Wenn selbst Kameras, die knapp einen Millimeter vom Gehäuse abstehen, als störend empfunden werden.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Mit 2300 Euro ist das Smartphone teuer. Gemessen an den 1600 Euro Modellen von Apple und Samsung sowie auch auch Huaweis Porsche-Edition des Mate 20 ist es im Verhältnis wiederum nicht auffallend teuer. Denn es ist eine gänzlich neue Geräte-Sparte.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Wir stehen aber erst am Anfang was diese Technologie betrifft. Das ist sich auch Huawei bewusst. Wir befinden uns jetzt im "Proof of Concept"-Stadium. Huawei und Samsung haben den Beweis angetreten, dass sich Bildschirme falten lassen. Die tatsächlichen Anwendungsszenarien und Vorteile eines solchen Bildschirms werden sich aber erst zeigen.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Huawei hat den Marktführer Samsung aber deutlich in die Schranken verwiesen. Das Gerät wirkt ausgereifter und die Chinesen ließen das Smartphone sogar aus der Nähe betrachten. Bei Samsung stand das Fold nur in einem Glaskasten. Die Flexibilität wurde nicht einmal demonstriert.

>>> Die Messe der Unberührbaren

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Wer aber schlussendlich das Rennen machen wird, entscheiden die Kunden. Preislich unterscheiden sich die Geräte nicht allzu sehr. Da das Gerät mit 5G-Modul ausgestattet ist, ist aber nicht sicher, ob das Mate X dieses Jahr überhaupt in Österreich auf den Markt kommt. Laut Wong soll es nur dort erhältlich sein, wo auch ein 5G-Netz vorhanden ist.

>>> Galaxy Fold: Die Smartphone-Zukunft ist teuer

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