Faltbare Zukunft

Es war ein langer Weg für Samsung. Nach zehn Jahren Entwicklung startet am 3. Mai der Verkauf des ersten faltbaren Samsung-Smartphones. "Die Presse" konnte das Galaxy Fold vorab ausprobieren.

Eine Zukunftsvision des letzten Jahrzehnts wird Realität. Nach mehr als zehn Jahren Entwicklung und hunderten Prototypen geht Samsungs erstes faltbares Smartphone in den Verkauf.

Text und Bild: Barbara Steinbrenner

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Das Galaxy Fold sichert sich damit die Pole-Position. Huawei will erst im Sommer das Mate X auf den Markt bringen. In London wurde Journalisten die Möglichkeit geboten, vor dem Verkaufsstart das Gerät erstmals auszuprobieren. Bislang war das Gerät nämlich nur einmal öffentlich gezeigt worden, hinter Glas.

>>> Die Messe der unberührbaren Smartphone-Zukunft [Glosse]

 

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Das Galaxy Fold ist Smartphone und Tablet in einem. Anders als Huawei hat Samsung das Display nach innen gelegt. Schon beim ersten Angreifen wird klar, das Gerät hat nichts von der Leichtigkeit aktueller Top-Geräte. Mit 263 Gramm ist es deutlich schwerer als das S10, das nur 157 Gramm auf die Waage bringt.

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Erst im ausgefalteten Zustand zeigt sich das Galaxy-Fold in seiner vollen Pracht. Das 7,3 Zoll große Gerät im 4:3 Format bietet eine Pixeldichte von 362ppi. Die Farbdarstellung ist wie gewohnt sehr gut.

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Zurück zum großen Notch. Die Aussparung für die Dual-Front-Kamera und Sensoren ist groß ausgefallen. Die meisten installierten Apps sind bereits gut angepasst. Bei YouTube und anderen Google-Apps fällt der Notch kaum auf.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Ästhetischer hat das dennoch Huawei beim Mate X gelöst. Die Chinesen haben seitlich Sensoren, Kameras, USB-C-Anschluss und den mechanischen Button zum Entfalten des Geräts verbaut. Damit lässt sich das Gerät gut falten und man verschmiert nicht ständig das Display.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Ein Feuerwerk an Kameras: Im Tablet-Modus bietet es die gleiche Hauptkamera, die auch im S10+ zum Einsatz kommt. Die beiden Frontkameras lösen mit zehn und acht Megapixeln auf. Im Vergleich sind bei diesen Fotos keine Unterschiede aufgefallen. Die Qualität ist gewohnt hoch.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Anders als beim S10+ steht beim Galaxy Fold die Triple-Kamera deutlich weiter ab.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Der Schließmechanismus erinnert an ein Brillenetui. Zu Beginn ein bisschen streng, dann sehr leichtgängig, bis es abrupt schließt.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Das ist aber deutlich besser als bei Huawei. Dort schabt und knirscht der Mechanismus hörbar; auch wenn es sanfter schließt. Bei beiden Geräten ist es aber nicht möglich, es mit nur einer Hand zuzumachen.

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An Londons ikonischen U-Bahn-Hinweis "Mind the Gap", erinnert die Bauweise des Galaxy Fold. Im geschlossenen Zustand ist der Spalt deutlich sichtbar.

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Ein Unterschied von knapp zwei Millimetern. An der dicksten Stelle misst das Gerät 17 Millimeter. An der dünnsten nur 15 Millimeter.

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Im Smartphone-Modus erinnert das Galaxy Fold an den Nokia Communicator E90 aus 2007.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Das 4,6 Zoll große Display im 21:9 Format lässt sich nur schwer mit einer Hand bedienen. Für die nötigsten Anwendungen wie Telefonie, SMS und Musik ist das Frontdisplay mehr als ausreichend.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Die nächste Kamera findet sich auf der Frontseite. Um nicht nur im Tablet-Modus Fotos schießen zu können, fand hier auf der Vorderseite noch eine weitere Zehn-Megapixel-Kamera Platz. Für Selfies und Schnappschüsse ist die Auflösung gut.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Im Tablet-Modus können bis zu drei Anwendungen gleichzeitig verwendet werden. Auch das Neupositionieren funktioniert ohne Ruckler oder Verzögerungen bei unserem Testgerät.

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Die Zusammenarbeit mit Google in der Entwicklung hat sich bezahlt gemacht.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Mit Samsungs Benutzeroberfläche One UI hat sich Samsung zum Ziel gesetzt, die Bedienung zu erleichtern. Das macht sich auch in der Darstellung der Tastatur bemerkbar. Diese kann gesplittet werden. Damit kann bequem getippt werden, ohne umgreifen zu müssen.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Ausgeliefert wird das Galaxy Fold mit Android P (9.0).

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Standardmäßig wird das Galaxy Fold mit 12 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgeliefert. Davon benötigt das Betriebssystem knapp 50 Gigabyte. Das ist deutlich mehr als bei herkömmlichen Geräten. Mit knapp 450 Gigabyte Speicher sollten Nutzer nicht allzu schnell in Bedrängnis kommen. Ein Ausweichen auf externe Speichermedien wie eine microSD-Karte ist aber nicht möglich.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Nicht auf der Rückseite und auch nicht im Display wurde der Sensor verbaut. Sondern im Bixby-Button, der rechts den Abschluss unter Lautstärke-Regler und Power-Button bildet. Bixby lässt sich übrigens auch im Fold nicht deaktivieren.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Der erste Test des Sensors zeigt, dass die kleinere Fläche auch Nachteile hat. Bis der Fingerabdruck gescannt ist, vergeht eine gefühlte Ewigkeit. Das Entsperren funktioniert dann aber doch recht zackig. Wer darauf verzichten will, hat als Sperrmöglichkeiten weiterhin Muster, Pin und auch Gesichtserkennung.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

"Die Entwicklung der Scharniere hat uns viel Zeit gekostet", erklärt Samsung-Marketingmanager Maxime Guirauton im Gespräch mit der "Presse". "Es gab nichts vergleichbares, an dem wir uns hätten orientieren können", fügt er hinzu.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Von Außen wirkt das Scharnier wuchtig und überdimensioniert. Der Eindruck verflüchtigt sich, sobald man das Gerät in den Tablet-Modus versetzt und zusehen kann, wie es nahezu verschwindet.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Das Scharnier hebt sich deutlich vom Rest des Geräts ab. Dessen ist sich auch Samsung bewusst und bietet hier farbliche Personalisierungsmöglichkeiten über den Samsung-Store.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Bei genauem Hinsehen offenbart sich dann der Knackpunkt. Die Stelle, an der das Galaxy Fold gefaltet wird, ist deutlich zu erkennen. Aber vor allem auch zu spüren. Wischt man über das Display, sinkt man kurz in der Mitte mit dem Finger ein.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Je heller der Hintergrund, umso stärker sieht man die Faltenbildung.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Auch das sei der Grund für den Spalt, erklärt Guirauton. Man hätte das Gerät flach bauen können, dann wäre die Falte aber deutlich sichtbarer.

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Das Galaxy Fold wird zudem auch ohne 5G-Modul auskommen müssen.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Im Tablet-Modus liegt das Gerät gut in der Hand. Um eine Balance zu gewähren, wurde der 4380 mAh Akku in zwei Teile zerlegt. Somit sollen beide Seiten gleich schwer sein. Hier wurde Software- und Hardware-seitig eine Lösung gefunden, damit nicht der erste Akku leer ist, bevor der zweite aktiv wird. Das erhöhe die Lebensdauer des Geräts und auch das Durchhaltevermögen im Alltag. 

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Der Preis liegt bei 2000 Euro für diese neue Geräteklasse von Samsung. Da auch der Klinkenstecker eliminiert wurde, wird das Galaxy Fold mit den kabellosen Kopfhörern Galaxy Buds ausgeliefert. Zusätzlich erhalten Käufer einen einjährigen Display-Schutz. Sollte ein Schaden entstehen, wird das Display kostenlos ausgetauscht.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Damit dies aber nicht so leicht passiert, ist auch eine Hülle im Lieferumfang enthalten.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Das Testmodell präsentierte sich in bestem Licht. Das Öffnen von Apps vom kleinen auf den großen Bildschirm funktionierte tadellos. Die kurze Verzögerung verzeiht man bei einer neuen Geräteklasse. Bedenkt man, wie ruckelig und zaghaft die ersten Android-Versionen waren, ist die Verzögerung kaum zu bemerken. Auch den Weg retour (vom großen auf den kleinen) schafft das Fold wunderbar.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Schade ist, dass man auf der Vorderseite nicht den gesamten Platz genutzt hat. Aber auch schon diese langgezogene Display-Variante hat so ihre Tücken in der Bedienung. Samsung ist hier auf jeden Fall ein Gradmesser für weitere Falt-Handys.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Samsung ist aber dennoch vor dem Marktstart in einer heiklen Situation. Die ausgelieferten Geräte haben bei einigen Testern nach zwei Tagen den Geist aufgegeben. Schwarzes Display oder flackernde Inhalte. Nichts, was wir während des kurzen Tests rekonstruieren konnten.

Einige Tester lösten aber eine Display-Schicht ab, weil sie glaubten, es handle sich um die sonst typische Schutzfolie. Mit diesem Vorgang zerstörten sie das Display. Die anderen Fälle werden derzeit noch untersucht. Bei einem 2000-Euro-Gerät könnten diese Vorfälle einen PR-Debakel à la Galaxy Note 7 bedeuten.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Die Ausstattung des Galaxy Fold im Überblick.

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Eine Zukunftsvision des letzten Jahrzehnts wird Realität. Nach mehr als zehn Jahren Entwicklung und hunderten Prototypen geht Samsungs erstes faltbares Smartphone in den Verkauf.

Text und Bild: Barbara Steinbrenner

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Das Galaxy Fold sichert sich damit die Pole-Position. Huawei will erst im Sommer das Mate X auf den Markt bringen. In London wurde Journalisten die Möglichkeit geboten, vor dem Verkaufsstart das Gerät erstmals auszuprobieren. Bislang war das Gerät nämlich nur einmal öffentlich gezeigt worden, hinter Glas.

>>> Die Messe der unberührbaren Smartphone-Zukunft [Glosse]

 

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Das Galaxy Fold ist Smartphone und Tablet in einem. Anders als Huawei hat Samsung das Display nach innen gelegt. Schon beim ersten Angreifen wird klar, das Gerät hat nichts von der Leichtigkeit aktueller Top-Geräte. Mit 263 Gramm ist es deutlich schwerer als das S10, das nur 157 Gramm auf die Waage bringt.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Erst im ausgefalteten Zustand zeigt sich das Galaxy-Fold in seiner vollen Pracht. Das 7,3 Zoll große Gerät im 4:3 Format bietet eine Pixeldichte von 362ppi. Die Farbdarstellung ist wie gewohnt sehr gut.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Zurück zum großen Notch. Die Aussparung für die Dual-Front-Kamera und Sensoren ist groß ausgefallen. Die meisten installierten Apps sind bereits gut angepasst. Bei YouTube und anderen Google-Apps fällt der Notch kaum auf.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Ästhetischer hat das dennoch Huawei beim Mate X gelöst. Die Chinesen haben seitlich Sensoren, Kameras, USB-C-Anschluss und den mechanischen Button zum Entfalten des Geräts verbaut. Damit lässt sich das Gerät gut falten und man verschmiert nicht ständig das Display.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Ein Feuerwerk an Kameras: Im Tablet-Modus bietet es die gleiche Hauptkamera, die auch im S10+ zum Einsatz kommt. Die beiden Frontkameras lösen mit zehn und acht Megapixeln auf. Im Vergleich sind bei diesen Fotos keine Unterschiede aufgefallen. Die Qualität ist gewohnt hoch.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Anders als beim S10+ steht beim Galaxy Fold die Triple-Kamera deutlich weiter ab.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Der Schließmechanismus erinnert an ein Brillenetui. Zu Beginn ein bisschen streng, dann sehr leichtgängig, bis es abrupt schließt.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Das ist aber deutlich besser als bei Huawei. Dort schabt und knirscht der Mechanismus hörbar; auch wenn es sanfter schließt. Bei beiden Geräten ist es aber nicht möglich, es mit nur einer Hand zuzumachen.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

An Londons ikonischen U-Bahn-Hinweis "Mind the Gap", erinnert die Bauweise des Galaxy Fold. Im geschlossenen Zustand ist der Spalt deutlich sichtbar.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Ein Unterschied von knapp zwei Millimetern. An der dicksten Stelle misst das Gerät 17 Millimeter. An der dünnsten nur 15 Millimeter.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Im Smartphone-Modus erinnert das Galaxy Fold an den Nokia Communicator E90 aus 2007.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Das 4,6 Zoll große Display im 21:9 Format lässt sich nur schwer mit einer Hand bedienen. Für die nötigsten Anwendungen wie Telefonie, SMS und Musik ist das Frontdisplay mehr als ausreichend.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Die nächste Kamera findet sich auf der Frontseite. Um nicht nur im Tablet-Modus Fotos schießen zu können, fand hier auf der Vorderseite noch eine weitere Zehn-Megapixel-Kamera Platz. Für Selfies und Schnappschüsse ist die Auflösung gut.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Im Tablet-Modus können bis zu drei Anwendungen gleichzeitig verwendet werden. Auch das Neupositionieren funktioniert ohne Ruckler oder Verzögerungen bei unserem Testgerät.

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Die Zusammenarbeit mit Google in der Entwicklung hat sich bezahlt gemacht.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Mit Samsungs Benutzeroberfläche One UI hat sich Samsung zum Ziel gesetzt, die Bedienung zu erleichtern. Das macht sich auch in der Darstellung der Tastatur bemerkbar. Diese kann gesplittet werden. Damit kann bequem getippt werden, ohne umgreifen zu müssen.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Ausgeliefert wird das Galaxy Fold mit Android P (9.0).

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Standardmäßig wird das Galaxy Fold mit 12 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgeliefert. Davon benötigt das Betriebssystem knapp 50 Gigabyte. Das ist deutlich mehr als bei herkömmlichen Geräten. Mit knapp 450 Gigabyte Speicher sollten Nutzer nicht allzu schnell in Bedrängnis kommen. Ein Ausweichen auf externe Speichermedien wie eine microSD-Karte ist aber nicht möglich.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Nicht auf der Rückseite und auch nicht im Display wurde der Sensor verbaut. Sondern im Bixby-Button, der rechts den Abschluss unter Lautstärke-Regler und Power-Button bildet. Bixby lässt sich übrigens auch im Fold nicht deaktivieren.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Der erste Test des Sensors zeigt, dass die kleinere Fläche auch Nachteile hat. Bis der Fingerabdruck gescannt ist, vergeht eine gefühlte Ewigkeit. Das Entsperren funktioniert dann aber doch recht zackig. Wer darauf verzichten will, hat als Sperrmöglichkeiten weiterhin Muster, Pin und auch Gesichtserkennung.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

"Die Entwicklung der Scharniere hat uns viel Zeit gekostet", erklärt Samsung-Marketingmanager Maxime Guirauton im Gespräch mit der "Presse". "Es gab nichts vergleichbares, an dem wir uns hätten orientieren können", fügt er hinzu.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Von Außen wirkt das Scharnier wuchtig und überdimensioniert. Der Eindruck verflüchtigt sich, sobald man das Gerät in den Tablet-Modus versetzt und zusehen kann, wie es nahezu verschwindet.

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Das Scharnier hebt sich deutlich vom Rest des Geräts ab. Dessen ist sich auch Samsung bewusst und bietet hier farbliche Personalisierungsmöglichkeiten über den Samsung-Store.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Bei genauem Hinsehen offenbart sich dann der Knackpunkt. Die Stelle, an der das Galaxy Fold gefaltet wird, ist deutlich zu erkennen. Aber vor allem auch zu spüren. Wischt man über das Display, sinkt man kurz in der Mitte mit dem Finger ein.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Je heller der Hintergrund, umso stärker sieht man die Faltenbildung.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Auch das sei der Grund für den Spalt, erklärt Guirauton. Man hätte das Gerät flach bauen können, dann wäre die Falte aber deutlich sichtbarer.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Das Galaxy Fold wird zudem auch ohne 5G-Modul auskommen müssen.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Im Tablet-Modus liegt das Gerät gut in der Hand. Um eine Balance zu gewähren, wurde der 4380 mAh Akku in zwei Teile zerlegt. Somit sollen beide Seiten gleich schwer sein. Hier wurde Software- und Hardware-seitig eine Lösung gefunden, damit nicht der erste Akku leer ist, bevor der zweite aktiv wird. Das erhöhe die Lebensdauer des Geräts und auch das Durchhaltevermögen im Alltag. 

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Der Preis liegt bei 2000 Euro für diese neue Geräteklasse von Samsung. Da auch der Klinkenstecker eliminiert wurde, wird das Galaxy Fold mit den kabellosen Kopfhörern Galaxy Buds ausgeliefert. Zusätzlich erhalten Käufer einen einjährigen Display-Schutz. Sollte ein Schaden entstehen, wird das Display kostenlos ausgetauscht.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Damit dies aber nicht so leicht passiert, ist auch eine Hülle im Lieferumfang enthalten.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Das Testmodell präsentierte sich in bestem Licht. Das Öffnen von Apps vom kleinen auf den großen Bildschirm funktionierte tadellos. Die kurze Verzögerung verzeiht man bei einer neuen Geräteklasse. Bedenkt man, wie ruckelig und zaghaft die ersten Android-Versionen waren, ist die Verzögerung kaum zu bemerken. Auch den Weg retour (vom großen auf den kleinen) schafft das Fold wunderbar.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Schade ist, dass man auf der Vorderseite nicht den gesamten Platz genutzt hat. Aber auch schon diese langgezogene Display-Variante hat so ihre Tücken in der Bedienung. Samsung ist hier auf jeden Fall ein Gradmesser für weitere Falt-Handys.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Samsung ist aber dennoch vor dem Marktstart in einer heiklen Situation. Die ausgelieferten Geräte haben bei einigen Testern nach zwei Tagen den Geist aufgegeben. Schwarzes Display oder flackernde Inhalte. Nichts, was wir während des kurzen Tests rekonstruieren konnten.

Einige Tester lösten aber eine Display-Schicht ab, weil sie glaubten, es handle sich um die sonst typische Schutzfolie. Mit diesem Vorgang zerstörten sie das Display. Die anderen Fälle werden derzeit noch untersucht. Bei einem 2000-Euro-Gerät könnten diese Vorfälle einen PR-Debakel à la Galaxy Note 7 bedeuten.

(c) diepresse.com/Barbara Steinbrenner

Die Ausstattung des Galaxy Fold im Überblick.

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Galaxy Fold im ersten Test

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