Galaxy Note 10 und 10+

Samsung entfernt endlich unnötigen Button

Zum ersten Mal bekommt ein Galaxy Note einen noch größeren Bruder. Dieser knackt beinahe die Sieben-Zoll-Marke und ist eigentlich das wahre Note.

"Höher, weiter, schneller, mehr. Das olympische Motto scheint auch auf die Smartphone-Branche übergesprungen zu sein. Das ohnehin schon riesige Display des Galaxy Note Vorgängers wurde auf 5,5 Zoll vergrößert", schrieb 2012 Kollege Daniel Breuss über das damals noch so ungewöhnliche Smartphone mit Stift aus Südkorea. Innerhalb von sieben Jahren hat sich Größe selbst überholt. Längst kratzen die Multimedia-Computer im Hosentaschenformat an der sieben Zoll Marke.

Text und Bild: Barbara Steinbrenner

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Das Galaxy Note kommt erwartungsgemäß im zeitlichen Rahmen der zweiten großen Tech-Messe des Jahres, der IFA in Berlin, auf den Markt. Am 23. August sollen beide Geräte in den Verkaufsregalen landen. Vorbestellt darf freilich schon ab heute, 7. August, werden. Die lange Zeit zwischen Vorstellung und Verkaufsstart könnte den zu erwartenden Hype um das Gerät durch Gerüchte um das iPhone verblassen lassen. Samsung meint aber, dass Note-Kunden die loyalsten seien.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Äußerlich scheinen die Galaxy Note 10 sich kaum von ihrem Vorgänger zu unterscheiden. Doch der Teufel steckt im Detail. Denn der Klinkenstecker an der Unterseite des Geräts ist weg. Der Power-Button rechts ebenfalls. Der ist jetzt links unter dem Lautstärke-Regler. Und für viele Nutzer wohl die erfreulichste Nachricht: Samsung hat nachgegeben und den Bixby-Button eliminiert.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Optisch schadet es den Note-Modellen definitiv nicht. Die Neupositionierung bedarf einer Umgewöhnung, die innerhalb weniger Minuten erfolgt. Für den Wegfall des Bixby-Buttons nimmt man das gerne in Kauf. Hier hat Samsung einfach den Fehler begangen, Geräte eben mit jenem Button auf den Markt zu bringen, aber ohne Funktionalität. Hätte sich der physische Button indes zwischenzeitlich anders belegen lassen - ohne zusätzliche Fremd-Software - wäre die Abneigung wohl niemals so groß geworden. Aber das ist nun sowieso Geschichte.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Das Galaxy Note 10 ist mit einem 6,3 Zoll großen Amoled-Display ausgestattet. Es bietet eine Auflösung von 2280 x 1080 Pixel. Hier gibt es auch in der Praxis bezüglich Farbdarstellung und Lesbarkeit unter schlechten Lichtbedingungen wie gewohnt nicht viel zu meckern.

(c) Die Presse/ Barbara Steinbrenner

Das Infinity-O-Display wird ungeübte Hände zu Beginn herausfordern. Die Hände einfach seitlich ablegen, ist nicht so einfach. Viel zu sensibel reagiert das Gerät. Hier muss sich der Nutzer der Form ein wenig unterwerfen. Dafür ist die Front nahezu 100-prozentig das Display. Der Gehäuserahmen ist nur mehr peripher zu erkennen.

>>> Samsung Galaxy S10: Ein gelungenes Überholmanöver

Intern sorgen ein 3500 mAh starker Akku für die nötige Ausdauer. Das ist weniger als noch beim Note 9. Dieser bietet 4000 mAh. Beim Prozessor setzt Samsung auf den Exynos 9825 (2 x 2,7 + 2 x 2,4 + 4 x 1,9 GHz). Im Prinzip jene CPU, die auch schon beim Samsung Galaxy S10 zum Einsatz kam, nur ein bisschen aufgemotzt.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Das Galaxy Note 10 bietet eine Frontkamera mit einer Auflösung von zehn Megapixel. Mit seinen 168 Gramm liegt es gut in der Hand und wird wohl jene Nutzer überzeugen, die gerne ein kompaktes Smartphone mit Stift mögen. Jene, die bei der Note-Serie vor allem die Größe schätzen und einen ordentlich großen Akku, werden wohl zum noch größeren Bruder greifen.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Das Galaxy Note 10+ hat einen 6,8 Zoll großen Bildschirm. Wer jetzt an frühere Siebenzöller aus Tablet-Zeiten denkt, liegt falsch. Es liegt - trotz kleiner Hände der Testerin - gut in der Hand. Von einer Bedienung mit nur einer Hand hat man sich spätestens seit den 5-Zoll-Smartphones sowieso verabschiedet. Und bei dieser Größe erübrigt sich sowieso jede Frage danach.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Hier im direkten Größenvergleich.

Dennoch ist es nicht sperrig und sehr gut ausgelotet. Die Auflösung wurde ebenfalls aufgefettet. 498 Pixel pro Zoll quetschen sich in das 6,8 Zoll große Gerät. Der Unterschied mit dem freien Auge im Vergleich zum "kleinen" Bruder kaum erkennbar.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

0,5 Zoll trennen die beiden Geräte voneinander. Doch unter der Haube zeigt sich die Kraft vom Note 10+. Ein 4300 mAh Akku, der selbst bei viel Spielerei "cool" bleibt. Anders beim Note 10. Obwohl hier sei angemerkt, dass beim Vorab-Test noch keine finale Software installiert war, weswegen die Wärmeentwicklung und auch gewisse Funktionsschwächen nicht zu kritisch gesehen werden sollten.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Beim "Notch", also der Kamera-Aussparung an der Front hat man sich dieses Mal für ein dezenteres Design entschieden. Die Kamera wanderte zudem von rechts zur Mitte. Beim Note 10+ ist die gleiche Frontkamera verbaut wie beim Note 10. 

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Die Unterschiede finden sich in der Hauptkamera. Insgesamt vier Kameras teilen sich die Aufgaben Ultraweitwinkel (16 MP mit F2.2 und einem Winkel von 123 Grad), einem Weitwinkel (12 MP 2PD AF F1.5/2.4 OIS), einem Teleobjektiv (12 MP F2.1 OIS) und einer Tiefenkamera. Das verbessert die bereits vorhandenen Augmented-Reality-Spielereien und lässt Objekte aus der realen Welt in die digitale übertragen. Ein gescanntes Stofftier lässt Samsung zu Testzwecken am Display tanzen.

 

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Das Galaxy Note 10+ wird in zwei Speichervarianten - 256 und 512 Gigabyte - angeboten werden. Einen microSD-Slot hat man lediglich dem Note 10+ spendiert. Dieser kann Speicherkarten mit bis zu einem Terabyte verdauen. 12 Gigabyte Arbeitsspeicher bieten beide Speichervarianten.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Der Zauberstab aus Südkorea

Schon beim Galaxy Note 9 lag der Fokus der Weiterentwicklung im Stift. Der S Pen wurde mit dieser Version zum Klicker und Auslöser für die Kamera. Seitdem hat dieser ein Bluetooth-Modul. Neu ist jetzt die Lithium-Titante-Batterie, die eine Standby-Leistung von bis zu zehn Stunden verspricht.

Mit kreisenden und Kreuz-Bewegungen kann der Stift dazu genutzt werden, um zwischen Front- und Hauptkamera zu wechseln, den Zoom zu vergrößern oder zu verkleinern. Das hat im ersten Test nur mäßig funktioniert. Ob es am Gerät liegt oder tatsächlich an den Testpersonen wird sich zeigen.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Eine Funktion, die ebenfalls neu ist, ist das Konvertieren von Texten. Die Schrift-zu-Text-Funktion findet sich in der Notizen-App.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

In einigen Versuchen auf englisch funktionierte es meist recht gut, wenn man sich um eine saubere Handschrift bemühte. Auf einem Display aber nach wie vor recht schwierig. Wer nur etwas "hinschmiert", darf keine fehlerfreie Umsetzung erwarten. Der Text kann aber nachträglich korrigiert werden und in ein Word-, PDF-Format umgewandelt werden. Auch JPG und reines Textformat funktioniert.

Spannend ist die Kooperation mit Microsoft. Windows-Nutzer können künftig ihr Note 10 einfach am PC (über USB) verbinden und die gesamte Smartphone-Oberfläche wird direkt am PC angezeigt.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Bixby ist noch immer da

Bixby gibt es mittlerweile auch auf Deutsch. Wer den smarten Assistenten von Samsung aber partout nicht auf seinem Smartphone präsent haben möchte, kann ihn in den Einstellungen entfernen.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Bei den Preisen haben sich die Gerüchte im Vorfeld nicht bestätigt. Das Galaxy Note 10 schlägt mit 1049 Euro zu Buche und ist damit günstiger als das Vorgänger-Modell. Das Note 10+ mit 256 Gigabyte kostet 1099 und das 512-GB-Modell 1199 Euro. Ein Netzteil zum ultraschnellen Laden mit 45 Wh wird als Zubehör angeboten und kostet zwischen 50 und 60 Euro. Ansonsten muss man beim mitgelieferten Kabel mit einer Ladeleistung von 25 Wh Vorlieb nehmen.

Für Vorbesteller (bis 22. August) bietet Samsung in Europa ein Trade-in-Programm an. Wer sein altes Smartphone loswerden möchte, kann bis zu 500 Euro für das Note 10/Note 10+ gutgeschrieben bekommen. Dabei bringen naturgemäß neuere Geräte am meisten. Für ein iPhone 6 oder Galaxy S5 Mini gibt es maximal 100 Euro.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Samsung hat ein solides Note 10 entwickelt. Die Entscheidung zwei Modelle zu machen, wirkt trotzdem unentschlossen. Das Note 10+ kann als der eigentliche Nachfolger angesehen werden, weil es die Funktionalität bringt, die Kunden kennen. Multimediale Nutzung mit einem riesigen Display, großem Speicher, toller Kamera mit verbesserten Videoqualitäten im Bereich Bildstabilisierung.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Beim preislichen Unterschied ist die Hürde zum besser ausgestatteten Gerät gering, weswegen Samsung sich eines auf jeden Fall selbst abschießt. Schade nur, dass die große Variante in einem verlaufenden Blau (wie beim HTC U und den Huawei-Geräten), Schwarz und Weiß auf den Markt kommt. Die pinke Variante ist lediglich der kleineren Version vorbehalten. Aber das nächste Mal darf Samsung beim Design wieder ein wenig mehr Mut beweisen. Es muss ja nicht gleich faltbar sein.

(c) Die Presse/ Barbara Steinbrenner
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"Höher, weiter, schneller, mehr. Das olympische Motto scheint auch auf die Smartphone-Branche übergesprungen zu sein. Das ohnehin schon riesige Display des Galaxy Note Vorgängers wurde auf 5,5 Zoll vergrößert", schrieb 2012 Kollege Daniel Breuss über das damals noch so ungewöhnliche Smartphone mit Stift aus Südkorea. Innerhalb von sieben Jahren hat sich Größe selbst überholt. Längst kratzen die Multimedia-Computer im Hosentaschenformat an der sieben Zoll Marke.

Text und Bild: Barbara Steinbrenner

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Das Galaxy Note kommt erwartungsgemäß im zeitlichen Rahmen der zweiten großen Tech-Messe des Jahres, der IFA in Berlin, auf den Markt. Am 23. August sollen beide Geräte in den Verkaufsregalen landen. Vorbestellt darf freilich schon ab heute, 7. August, werden. Die lange Zeit zwischen Vorstellung und Verkaufsstart könnte den zu erwartenden Hype um das Gerät durch Gerüchte um das iPhone verblassen lassen. Samsung meint aber, dass Note-Kunden die loyalsten seien.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Äußerlich scheinen die Galaxy Note 10 sich kaum von ihrem Vorgänger zu unterscheiden. Doch der Teufel steckt im Detail. Denn der Klinkenstecker an der Unterseite des Geräts ist weg. Der Power-Button rechts ebenfalls. Der ist jetzt links unter dem Lautstärke-Regler. Und für viele Nutzer wohl die erfreulichste Nachricht: Samsung hat nachgegeben und den Bixby-Button eliminiert.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Optisch schadet es den Note-Modellen definitiv nicht. Die Neupositionierung bedarf einer Umgewöhnung, die innerhalb weniger Minuten erfolgt. Für den Wegfall des Bixby-Buttons nimmt man das gerne in Kauf. Hier hat Samsung einfach den Fehler begangen, Geräte eben mit jenem Button auf den Markt zu bringen, aber ohne Funktionalität. Hätte sich der physische Button indes zwischenzeitlich anders belegen lassen - ohne zusätzliche Fremd-Software - wäre die Abneigung wohl niemals so groß geworden. Aber das ist nun sowieso Geschichte.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Das Galaxy Note 10 ist mit einem 6,3 Zoll großen Amoled-Display ausgestattet. Es bietet eine Auflösung von 2280 x 1080 Pixel. Hier gibt es auch in der Praxis bezüglich Farbdarstellung und Lesbarkeit unter schlechten Lichtbedingungen wie gewohnt nicht viel zu meckern.

(c) Die Presse/ Barbara Steinbrenner

Das Infinity-O-Display wird ungeübte Hände zu Beginn herausfordern. Die Hände einfach seitlich ablegen, ist nicht so einfach. Viel zu sensibel reagiert das Gerät. Hier muss sich der Nutzer der Form ein wenig unterwerfen. Dafür ist die Front nahezu 100-prozentig das Display. Der Gehäuserahmen ist nur mehr peripher zu erkennen.

>>> Samsung Galaxy S10: Ein gelungenes Überholmanöver

Intern sorgen ein 3500 mAh starker Akku für die nötige Ausdauer. Das ist weniger als noch beim Note 9. Dieser bietet 4000 mAh. Beim Prozessor setzt Samsung auf den Exynos 9825 (2 x 2,7 + 2 x 2,4 + 4 x 1,9 GHz). Im Prinzip jene CPU, die auch schon beim Samsung Galaxy S10 zum Einsatz kam, nur ein bisschen aufgemotzt.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Das Galaxy Note 10 bietet eine Frontkamera mit einer Auflösung von zehn Megapixel. Mit seinen 168 Gramm liegt es gut in der Hand und wird wohl jene Nutzer überzeugen, die gerne ein kompaktes Smartphone mit Stift mögen. Jene, die bei der Note-Serie vor allem die Größe schätzen und einen ordentlich großen Akku, werden wohl zum noch größeren Bruder greifen.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Das Galaxy Note 10+ hat einen 6,8 Zoll großen Bildschirm. Wer jetzt an frühere Siebenzöller aus Tablet-Zeiten denkt, liegt falsch. Es liegt - trotz kleiner Hände der Testerin - gut in der Hand. Von einer Bedienung mit nur einer Hand hat man sich spätestens seit den 5-Zoll-Smartphones sowieso verabschiedet. Und bei dieser Größe erübrigt sich sowieso jede Frage danach.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Hier im direkten Größenvergleich.

Dennoch ist es nicht sperrig und sehr gut ausgelotet. Die Auflösung wurde ebenfalls aufgefettet. 498 Pixel pro Zoll quetschen sich in das 6,8 Zoll große Gerät. Der Unterschied mit dem freien Auge im Vergleich zum "kleinen" Bruder kaum erkennbar.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

0,5 Zoll trennen die beiden Geräte voneinander. Doch unter der Haube zeigt sich die Kraft vom Note 10+. Ein 4300 mAh Akku, der selbst bei viel Spielerei "cool" bleibt. Anders beim Note 10. Obwohl hier sei angemerkt, dass beim Vorab-Test noch keine finale Software installiert war, weswegen die Wärmeentwicklung und auch gewisse Funktionsschwächen nicht zu kritisch gesehen werden sollten.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Beim "Notch", also der Kamera-Aussparung an der Front hat man sich dieses Mal für ein dezenteres Design entschieden. Die Kamera wanderte zudem von rechts zur Mitte. Beim Note 10+ ist die gleiche Frontkamera verbaut wie beim Note 10. 

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Die Unterschiede finden sich in der Hauptkamera. Insgesamt vier Kameras teilen sich die Aufgaben Ultraweitwinkel (16 MP mit F2.2 und einem Winkel von 123 Grad), einem Weitwinkel (12 MP 2PD AF F1.5/2.4 OIS), einem Teleobjektiv (12 MP F2.1 OIS) und einer Tiefenkamera. Das verbessert die bereits vorhandenen Augmented-Reality-Spielereien und lässt Objekte aus der realen Welt in die digitale übertragen. Ein gescanntes Stofftier lässt Samsung zu Testzwecken am Display tanzen.

 

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Das Galaxy Note 10+ wird in zwei Speichervarianten - 256 und 512 Gigabyte - angeboten werden. Einen microSD-Slot hat man lediglich dem Note 10+ spendiert. Dieser kann Speicherkarten mit bis zu einem Terabyte verdauen. 12 Gigabyte Arbeitsspeicher bieten beide Speichervarianten.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Der Zauberstab aus Südkorea

Schon beim Galaxy Note 9 lag der Fokus der Weiterentwicklung im Stift. Der S Pen wurde mit dieser Version zum Klicker und Auslöser für die Kamera. Seitdem hat dieser ein Bluetooth-Modul. Neu ist jetzt die Lithium-Titante-Batterie, die eine Standby-Leistung von bis zu zehn Stunden verspricht.

Mit kreisenden und Kreuz-Bewegungen kann der Stift dazu genutzt werden, um zwischen Front- und Hauptkamera zu wechseln, den Zoom zu vergrößern oder zu verkleinern. Das hat im ersten Test nur mäßig funktioniert. Ob es am Gerät liegt oder tatsächlich an den Testpersonen wird sich zeigen.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Eine Funktion, die ebenfalls neu ist, ist das Konvertieren von Texten. Die Schrift-zu-Text-Funktion findet sich in der Notizen-App.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

In einigen Versuchen auf englisch funktionierte es meist recht gut, wenn man sich um eine saubere Handschrift bemühte. Auf einem Display aber nach wie vor recht schwierig. Wer nur etwas "hinschmiert", darf keine fehlerfreie Umsetzung erwarten. Der Text kann aber nachträglich korrigiert werden und in ein Word-, PDF-Format umgewandelt werden. Auch JPG und reines Textformat funktioniert.

Spannend ist die Kooperation mit Microsoft. Windows-Nutzer können künftig ihr Note 10 einfach am PC (über USB) verbinden und die gesamte Smartphone-Oberfläche wird direkt am PC angezeigt.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Bixby ist noch immer da

Bixby gibt es mittlerweile auch auf Deutsch. Wer den smarten Assistenten von Samsung aber partout nicht auf seinem Smartphone präsent haben möchte, kann ihn in den Einstellungen entfernen.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Bei den Preisen haben sich die Gerüchte im Vorfeld nicht bestätigt. Das Galaxy Note 10 schlägt mit 1049 Euro zu Buche und ist damit günstiger als das Vorgänger-Modell. Das Note 10+ mit 256 Gigabyte kostet 1099 und das 512-GB-Modell 1199 Euro. Ein Netzteil zum ultraschnellen Laden mit 45 Wh wird als Zubehör angeboten und kostet zwischen 50 und 60 Euro. Ansonsten muss man beim mitgelieferten Kabel mit einer Ladeleistung von 25 Wh Vorlieb nehmen.

Für Vorbesteller (bis 22. August) bietet Samsung in Europa ein Trade-in-Programm an. Wer sein altes Smartphone loswerden möchte, kann bis zu 500 Euro für das Note 10/Note 10+ gutgeschrieben bekommen. Dabei bringen naturgemäß neuere Geräte am meisten. Für ein iPhone 6 oder Galaxy S5 Mini gibt es maximal 100 Euro.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Samsung hat ein solides Note 10 entwickelt. Die Entscheidung zwei Modelle zu machen, wirkt trotzdem unentschlossen. Das Note 10+ kann als der eigentliche Nachfolger angesehen werden, weil es die Funktionalität bringt, die Kunden kennen. Multimediale Nutzung mit einem riesigen Display, großem Speicher, toller Kamera mit verbesserten Videoqualitäten im Bereich Bildstabilisierung.

(c) Presse Digital/Barbara Steinbrenner

Beim preislichen Unterschied ist die Hürde zum besser ausgestatteten Gerät gering, weswegen Samsung sich eines auf jeden Fall selbst abschießt. Schade nur, dass die große Variante in einem verlaufenden Blau (wie beim HTC U und den Huawei-Geräten), Schwarz und Weiß auf den Markt kommt. Die pinke Variante ist lediglich der kleineren Version vorbehalten. Aber das nächste Mal darf Samsung beim Design wieder ein wenig mehr Mut beweisen. Es muss ja nicht gleich faltbar sein.

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