AMD muss 1100 Stellen abbauen

Neun Prozent der weltweiten Belegschaft müssen gehen. Zusätzlich werden die Gehälter aller Mitarbeiter erheblich gekürzt. Der Chip-Produzent schreibt seit Jahren Verluste.

(c) AP (Paul Sakuma)

Der Chip-Hersteller Advanced Micro Devices (AMD) ist voll von der Wirtschaftskrise erfasst worden. Der Hersteller der Athlon-CPUs und Radeon-Grafikkarten, wird 1100 weitere Stellen abbauen. Das entspricht etwa neun Prozent der Angestellten weltweit. Zusätzlich werden noch Einkommen gekürzt. Das Grundgehalt von CEO Dirk Meyer soll kurzfristig um 20 Prozent gekürzt werden. Gehälter von Vizepräsidenten im Konzern werden um 15, die von Angestellten um 10 beziehungsweise 5 Prozent reduziert, je nachdem, ob sie eine Überstundenpauschale erhalten oder nicht.

Stellenabbau und Gehaltskürzungen betreffen keinen der 3000 Arbeiter in AMDs Chip-Schmieden, die im Oktober als eigene Unternehmen ausgegliedert wurden. Die Lohnreduktionen betreffen vorrangig Mitarbeiter in Nordamerika, allerdings werden die Gehälter weltweit je nach den lokalen Gegebenheiten auch gekürzt werden.

 

ATI-Übernahme noch nicht verkraftet

Zusätzlich zur Personalpolitik wird AMD eine Firmenwert-Abschreibung in Höhe von 622 Mio. US-Dollar vornehmen. Die Abschreibung steht im Zusammenhang mit der 5,4 Mrd. Dollar teuren Übernahme von ATI Technologies im Oktober 2006. Mit dem Grafikkartenhersteller kaufte sich AMD Know-How und die Radeon-Produktreihe ein.

Mit den Veränderungen versucht sich AMD gegen weitere Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu schützen. Selbst Chip-Riese Intel musste im vierten Quartal eine Reduktion von 90 Prozents seines Nettogewinns hinnehmen. AMD steht generell weniger gut da. Die Firma schreibt seit Jahren Verluste.

(Ag./Red.)

Kommentar zu Artikel:

AMD muss 1100 Stellen abbauen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen