Nikon D5000: Spiegelreflex mit Schwenkdisplay und HD-Video

Die neue Kamera ermöglicht Bildkomposition über das rückseitige Display und bietet Videos in 720p. Viele Funktionen aus der D90 sind dabei. Ab Mai soll sie zu uns kommen.

(c) Nikon

Nikon hat das neueste Mitglied seiner Produktfamilie vorgestellt: Die digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) D5000. Zum ersten Mal verbaut Nikon das ein dreh- und schwenkbares Display auf der Rückseite. Mit einem 12,3-Megapixel-Sensor und HD-Videofunktion positioniert Nikon die Kamera zwischen dem Einsteigermodell D60 und dem anspruchsvolleren Amateurmodell D90. Wie die größere Schwester beherrscht auch die D5000 HD-Video im Format 720p und LiveView. Bei dieser Funktion wird der Bildausschnitt nicht über den Sucher, sondern über das große Display auf der Rückseite bestimmt. Ab Mai soll die Kamera im Handel sein.

Display schwenkt unten

Während andere Hersteller, wie zum Beispiel Olympus, das Display an der Seite des Gehäuses befestigen, geht Nikon einen anderen Weg. Um die Ergonomie bei beidhändiger Bedienung nicht einzuschränken, wurde das Display-Gelenk an der Unterkante angeschlagen. Weiters sollen laut dem Hersteller die bei allen Nikon-DSLR-Modellen einheitlichen Bedienelemente weiterhin vertraut auf der linken Seite des Bildschirms positioniert bleiben. Fotos werden auf SD-Karten gespeichert. Die D5000 unterstützt Karten mit bis zu 32 Gigabyte Speicherplatz. Fotos und Videos lassen sich per HDMI-Kabel direkt auf den Fernseher spielen.

(c) Nikon

ISO 3200 und Autofokus der D90

Das Display deckt im LiveView-Modus 100% des Bildes ab. Dieser lässt sich wie bei der D90 über einen Knopf direkt aufrufen. Über den "Info"-Button auf der Oberseite des Gehäuses lassen sich zusätzliche Informationen über Aufnahmeart, Belichtungszeit oder ISO-Zahl einblenden. Der aus der D90 bekannte Sensor beherrscht Empfindlichkeiten von ISO 200 bis ISO 3200. Über Verstärkung lassen sich diese Werte auf ISO 100 beziehungsweise ISO 6400 drücken. Von der D90 übernommen wurde auch der Autofokus Multi-CAM 1000 mit 11 Sensoren. Active D-Lighting und kamerainterne Nachbearbeitung sind auch an Bord.

13 neue Szenen-Programme

Neu ist im LiveView-Modus die Motivverfolgung. Die Kamera erkennt Gesichter und stellt das Bild automatisch auf sie scharf. Verlässt die Person den Bildausschnitt, merkt sich die Kamera das Gesicht und stellt erneut scharf, sobald die Person wieder im Bild ist. Schaltet man das Gerät dazwischen aus, wird der "Gesichtsspeicher" aber gelöscht. Zu den üblichen Motivprogrammen ist eine "SCENE"-Funktion gekommen, die bereits in diversen CoolPix-Modellen eingesetzt wird. Hier kann der Benutzer mit dem Wählrad zwischen 13 verschiedenen Situationen aussuchen, die am besten zum aktuellen Motiv passen.

(c) Nikon

HD-Aufnahmen für Videofans

Wie bei der D90 lassen sich die HD-Videos im Format mit 1280 x 720 Bildpunkten und 24 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Während der Aufnahme funktioniert der Autofokus allerdings nicht, man muss manuell scharf stellen. Dank der großen Sensorfläche und der Auswahl an Nikon-Objektiven mit großer Blendenöffnung lässt sich die Schärfeebene in einer Art und Weise manipulieren, die bisher nur bei Profi-Filmkameras möglich war. Diverse Videos zeigen diesen Effekt sehr deutlich. Allerdings eignet sich die Video-Funktion nicht sonderlich für Aufnahmen mit schnellen Schwenks. Dabei kommt es zu Verzerrungen. Immerhin handelt es sich doch noch um eine Foto- und keine Videokamera.

Ab Mai in Österreich

Nikon bringt die D5000 bei uns ab Anfang Mai auf den Markt. Das Gehäuse allein wird 749 Euro (UVP) kosten, in Kombination mit dem Objektiv 18-55mm wird der Preis bei 799 Euro (UVP) liegen. Weitere Gehäuse/Objektiv-Kombinationen sind möglich.

(db)

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