Bayerns Innenminister setzt Games mit Kinderpornos gleich

In einer Aussendung klagt der Politiker die gesamte Spielebranche an. "Killerspiele" seien "Tötungs-Trainings-Software", die auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornos wären.

(c) AP (Joerg Sarbach)

Ausgerechnet am Tag der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises verschickte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann eine harsche Pressemitteilung. Darin klagte er erneut die Computerspielbranche an, zu wenig gegen Jugendgewalt zu unternehmen. Im letzten Satz der Aussendung gelangte er zum Schluss, dass "Killerspiele" in ihrer Wirkung auf Jugendliche "auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie" stehen.

"Tötungstrainingssoftware"

Herrmann wirft jegliche Spiele in einen Topf und differenziert nicht nach Spielen für Erwachsene oder Familienspielen. Mit markigen Worten wie "Tötungstrainingssoftware" versucht der bayrische Innenminister Stimmung gegen die Hersteller zu machen. "Killerspiele gehören bislang zu den intensiv beworbenen Hauptumsatzträgern der Branche," so Herrmann in der Aussendung.

SPD fordert mehr Medienkompetenz der CSU

Gegen "reflexartige" Verbotsaufrufe wendet sich SPD-Politikerin Monika Griefahn, Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien. Sie wünscht sich von der CSU mehr Medienkompetenz und weniger "wirkungslosen Aktionismus".

(db)

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