Gaza-Krieg im Internet: Mossad-Homepage gehackt

Iranische Hacker legten kurzzeitig die Homepage des israelischen Geheimdienstes lahm. Diverse andere Gruppen versuchen, Hamas-Propaganda auf gehackten Seiten zu verbreiten.

Der Krieg im Gaza-Streifen hinterlässt seine Spuren auch im Internet: Diverse Hackergruppen scheinen sich dabei übertrumpfen zu wollen, Webseiten mit Hamas-Propaganda  zu verunstalten. Israel kontert mit vergleichsweise dezenten Angeboten wie einem YouTube-Channel der israelischen Armee, aber es werden auch elektronische Angriffe gegen die Hamas durchgeführt.

 

Mossad gehackt

Nach iranischen Medien sei die iranische Hackergruppe Ashiyane Digital Security Team imstande gewesen sei, kurzzeitig die Webseite des israelischen Geheimdienstes Mossad aus Protest gegen die "Tötung wehrloser Menschen in Gaza" zu überschreiben. Die Gruppe hat seit Mittwoch auch weitere israelische und andere Websites gehackt. Von anderen Hackern wurden beispielsweise Seiten der Palästinensischen Autonomiebehörde gehackt. Die türkische Hackergruppe Agd_Scorp/Peace Crew protestierte auf den Seiten der Nato und des Pentagon gegen Israel.

Dem israelischen Militär war es dagegen am vergangenen Wochenende gelungen, eine Videobotschaft über den Hamas-Sender al-Aqsa mit einer Warnung an die Hamas-Führer zu senden, dass ihre Zeit abgelaufen sei. Über das Radio ging, so berichtete AFP, die Botschaft, dass die Hamas-Führung sich in den Bunkern und Krankenhäuser verstecke und die Menschen mit weiteren Raketenabschüssen gefährde.

(Ag./Red.)

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