Kündigung nach Facebook-Besuch im Krankenstand

Die Versicherung Nationale Suisse hat eine Angestellte gefeuert, die trotz Krankmeldung im Internet surfte. Sie war von Kollegen auf Facebook ertappt worden. Die Begründung: Wer surfen kann, kann auch arbeiten.

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(c) DiePresse.com (Daniel Breuss)

Ein Facebook-Ausflug hat eine Schweizerin den Job gekostet. Die Angestellte der Versicherung Nationale Suisse war im November 2008 für einen Tag krank gemeldet. Kollegen war ihre Anwesenheit in dem Online-Netzwerk Facebook aufgefallen - eine Woche später folgte die Kündigung, berichtet die Schweizer Zeitung "20 Minuten" in ihrer Online-Ausgabe. Die Begründung: Wer surfen kann, kann auch arbeiten.

Die 31-Jährige hatte angegeben, wegen einer starken Migräneattacke im Bett bleiben zu müssen und nicht am Bildschirm arbeiten zu können. Dass sie dann trotzdem auf Facebook eingeloggt war, kostete die Frau ihren Job. Die Nationale Suisse teilte in einer Stellungnahme mit, dass man sich von ihr trennen musste, weil der widersprüchliche Sachverhalt das Vertrauen in die Mitarbeiterin unwiderruflich zerstört habe - trotz ihrer Angabe, sie könne nicht am Bildschirm arbeiten, sei sie im Internet aktiv gewesen.

Die ehemalige Versicherungsangestellte sieht sich völlig ungerecht behandelt. Schließlich seien der Firma ihre Migräne-Probleme bekannt und am fraglichen Tag habe sie nur vom Bett aus per Handy auf Facebook zugegriffen, rechtfertigt sie sich gegenüber "20 Minuten". Sie hat nun das Gefühl von der Firma gezielt ausspioniert worden zu sein. Zwei Wochen vor dem Vorfall, hätte sie über Facebook verdächtige Freundschafts-Anfragen erhalten. Nationale Suisse bestreitet diesen Vorwurf.

(Red. )

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