Facebook laufen die Jungen davon

Einer aktuellen Studie der Initiative Saferinternet.at zufolge verliert Facebook seine jungen Nutzer an WhatsApp, YouTube und Instagram.

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(c) APA/AFP/JUSTIN TALLIS (JUSTIN TALLIS)

1,8 Milliarden Menschen waren Ende 2016 weltweit auf Facebook aktiv. Waren es anfänglich die Jungen, die den Erfolg der Plattform mitbestimmt hat, verliert das Unternehmen an Relevanz im Bereich der 13- bis 17-Jährigen. Ein Trend, der auch in Österreich bemerkbar ist. Laut Saferinternet.at ist Facebook vom Podest gefallen. Statt an dritter Stelle liegt die Plattform nur mehr auf dem fünften Platz. "Sehr wichtig" sind den jungen Onlinern WhatsApp, YouTube, Instagram und Snapchat. Der größte Verlierer ist Twitter.

Der Aussendung von Saferinternet.at zufolge liegt das daran, dass Facebook nicht mehr als soziales Netzwerk verstanden wird, sondern vielmehr als Anlaufstelle für Nachrichten und für Spiele. Interaktion mit anderen Nutzern findet unter Jugendlichen nicht mehr auf Facebook statt.

Wichtig für den Erfolg bei der jüngeren Zielgruppe scheinen vor allem Bilder und Videos zu sein. Neben Instagram und Snapchat hat das noch relativ junge Musikvideonetzwerk "Musical.ly" an Bedeutung gewonnen. Über die Plattform können 15-sekündige Playback-Videos aufgenommen und geteilt werden. Mittlerweile sind beide Anwendung, Instagram und Musical.ly, bei den Jugendlichen gleichauf.

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Wer ist jetzt noch auf Facebook aktiv? In Österreich ist die stärkste Nutzergruppe zwischen 20 und 29 Jahre alt. Ebenfalls stark vertreten sind die 30-39-Jährigen.

Die mittlerweile 13 Jahre alte Plattform hat sich mit dem Zukauf von WhatsApp und der Ausgliederung des Messengers als eigene App bereits vor geraumer Zeit rechtzeitig auf einen jüngeren Markt ausgerichtet.

Für den Jugend-Internet-Monitor 2017 wurde eine repräsentative Online-Umfrage des Instituts für Jugendkulturforschung durchgeführt. Dazu wurden 400 Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahre im Zeitraum von November/Dezember 2016 zu ihrer Nutzung von Sozialen Netzwerken befragt.

>>> saferinternet.at

(Red.)

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