Cyberattacke betrifft 143 Mio. Amerikaner

Hacker haben nun Zugang zu höchst sensiblen Daten.

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Symbolbild. – (c) imago/imagebroker (imageBROKER/Michael Weber)

Wien. Hacker haben bei der Wirtschaftsauskunftei Equifax wertvolle Daten von bis zu 143 Millionen US-Verbrauchern erbeutet. Der Datenklau gefährdet die Betroffenen besonders, weil die Einbrecher auch an die Sozialversicherungsnummern der Opfer gelangten. Diese Nummern werden in den USA oft zur Identifizierung im Alltag, zum Beispiel bei Mobilfunkverträgen oder Kreditanfragen, genutzt.

Equifax räumte am späten Donnerstag ein, die Angreifer hätten sich in ihrem System auch Zugang zu Namen, Geburtsdaten und Adressen verschafft. Die Kombination aus diesen vier Informationen kann Betrügern Tür und Tor öffnen, indem sie Kredite in fremdem Namen aufnehmen. Die Attacke sei im Zeitraum Mitte Mai bis Juli erfolgt, teilte der Finanzdienstleister am Donnerstag mit. In mehr als 200.000 Fällen seien Kreditkartennummern betroffen und zum Teil auch die Führerscheindaten, die in Amerika ebenfalls oft zur Identifikation dienen. Diese Dokumente können relativ schnell ausgetauscht werden – die Sozialversicherungsnummer begleitet einen aber üblicherweise durch sein gesamtes Leben. Mit 143 Millionen Menschen wären mehr als 40 Prozent der US-Bevölkerung von dem Datendiebstahl betroffen. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.09.2017)

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