Festplatten-Abgabe räumt "Scheiß Internet"-Preis ab

Der Preis für "völlig unqualifizierte Statements gegen das Informationszeitalter in Wort und Tat" gab es für die umstrittene Abgabe und das Ende der ORF-"Futurezone".

Zwei Festplattenlaufwerke eines Computers fotografiert am Dienstag, 26. Februar 2006. Es geht eigentl
Zwei Festplattenlaufwerke eines Computers fotografiert am Dienstag, 26. Februar 2006. Es geht eigentl
(c) AP (Daniel Roland)

Am Freitag vergab der Künstlerverein Monochrom zum zweiten Mal den "Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten", der nach einer Aussage des ehemaligen ORF-Programmdirektors Wolfgang Lorenz auch "Scheiß Internet"-Preis genannt wird. Der Preis für "völlig unqualifizierte Statements gegen das Informationszeitalter in Wort und Tat" ging heuer an den Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) stellvertretend für die gesamte Bundesregierung. Er wird für das Ende des Techniknachrichten-Portals "Futurezone" im Zuge des neuen ORF-Gesetzes "geehrt".

"Scheiß Internet"

Der ehemalige ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz hat im Herbst 2008 das WWW als "Scheiß Internet" bezeichnet, in das sich junge Menschen "verkriechen". Fernsehen würde jedenfalls das Leitmedium bleiben - mit oder ohne die Jugend.


Der Publikumspreis ging diesmal an die Verwertungsgesellschaft Austro Mechana, die die Urheberrechtsabgabe auf Festplatten für sieben österreichische Verwertungsgesellschaften eintreibt. Die Abgabe wird seit Oktober eingehoben und beträgt bis zu rund 44 Euro pro Platte. Nominiert war unter anderen auch der Landeshauptmann von Kärnten, Gerhard Dörfler (FPK), der als Technologiereferent der Kärntner Landesregierung das Abschalten der Handynetze zur Mittagszeit forderte, um niemanden beim Essen zu stören.

(Red.)

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