Google: Surfer sollen selbst auf ihre Daten achten

Menschen müssen lernen, ihre Privatsphäre auch in der digitalen Welt zu wahren, meint ein Google-Mitarbeiter. Google selbst hält sich angeblich exakt an die Datenschutz-Richtlinien der EU.

(c) AP (Walter Bieri)

Surfer sollen selbst auf ihre Privatsphäre im Internet achten, meint Peter Fleischer, Datenschutzbeauftragter des Suchmaschinen-Konzerns Google gegenüber der Wochenzeitung "Die Zeit". Surfer "sollten von vornherein die Datenschutz-Einstellungen nutzen, denn dafür wurden sie gemacht", sagt Fleischer. "Menschen müssen besser lernen, ihre Privatsphäre in der digitalen Welt zu managen. Sie müssen lernen, wann sie anonym bleiben wollen und wann sie identifiziert werden möchten."

Kein Handel mit Daten

Für Google stellt Fleischer klar: "Wir verkaufen keinerlei Daten." Der Konzern kenne seine mehr als 500 Millionen Nutzer nicht und wolle das auch nicht. Der Handel mit Daten sei nicht das Geschäftsmodell des Unternehmens. Fleischer betont, dass sich Google "exakt nach den europäischen Datenschutzrichtlinien" richte, aber dass es zudem dringend nötig sei, Standards zu entwickeln, "die weltweite Geltung haben". Zum Umgang mit Nutzerdaten sagt der Manager des US-amerikanischen Unternehmens weiter: "Unsere Nutzer haben bei personalisierten Diensten die darin festgelegten Datenschutzrechte: nämlich Zugang zu dem, was wir gespeichert haben, Korrektur ihrer persönlichen Daten und deren Löschung."

Krankengeschichte online

Google hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Big-Player im Internet gemausert: Neben der bekannten Suchmaschine bietet Google bereits viele personalisierte Dienste, von einem E-Mail-Programm bis hin zu einem Sozialen Netzwerk an. In der Testphase ist gerade ein Service, bei dem Patienten aus den USA ihre komplette Krankengeschichte online speichern können. Der Suchmaschinen-Gigant ist immer öfter scharfer Kritik von Datenschützern ausgesetzt.

(Red.)

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