Datenschutz: Deutsche Behörde warnt vor Google Wave

Der Kommunikationsdienst sei aus Sicherheitsgründen nicht empfehlenswert, heißt es in einem Bericht. Generell sollte man Google-Dienste meiden. Lob gibt es für Googles offene Architektur bei "Wave".

Wellenreiter in Südafrika.
Wellenreiter in Südafrika.
(c) EPA (Nic Bothma)

Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt auf Seite 17 in seinem aktuellen Lagebericht vor dem Einsatz von Googles geplantem Kollaborations-Dienst "Wave". Wie schon bei anderen Google-Diensten warnt das BSI dafür, dass eine Nutzung aus IT-Sicherheitsgründen und auch aufgrund des Datenschutzes nicht empfehlenswert ist.

Kritik an Googles Datenschutz

Gleichzeitig lobt das BSI aber die offene Architektur von Wave. Allerdings kann sie "die negative Gesamteinschätzung nicht ändern." In dem Bericht wird eine gesicherte und kontrollierbare Speicherung der Benutzerdaten verlangt. Solange Google die alleinige Herrschaft über die Kontodaten hat, seien keine Google-Dienste zu empfehlen.

Gemeinsam auf einer Welle

Googles neuer Dienst verbindet E-Mail, Chats, Sofortnachrichten und auch Dokumente. Mehrere Benutzer können an einer sogenannten Wave beteiligt sein. Durch Plugins kann die Plattform auch für Google Maps und YouTube-Videos erweitert werden. Für Entwickler stellt Google diverse Schnittstellen zur Verfügung. Noch befindet sich Wave im Beta-Stadium.

(Red.)

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