Adidas sperrt Website nach Hackerangriff

Adidas gibt Entwarnung: Kundendaten seien keine abhanden gekommen. Noch immer sind einige Webseiten des Unternehmens offline.

Vorschau: Adidas veroeffentlicht Ergebnis
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(c) AP (Timm Schamberger)

Bei dem Hackerangriff auf Adidas sind offenbar keine Kundendaten gestohlen worden. Es gebe bisher keine Anhaltspunkte, dass die Daten der Konsumenten betroffen seien, sagte eine Sprecherin des deutschen Sportartikelherstellers am Montag. Das Unternehmen war am vergangenen Donnerstag Ziel einer Cyberattacke geworden. Daraufhin wurden Seiten wie adidas.de, shop.adidas.de, reebok.de, miCoach.de oder adidas-group.de vom Netz genommen. Ein Teil davon läuft mittlerweile wieder, die restlichen Seiten sollen in den nächsten Tagen folgen.

Angriff mit kriminellem Hintergrund

Adidas sprach von einem Angriff mit eindeutig kriminellem Hintergrund, ohne technische Details nennen zu wollen. Die Rechtsabteilung des Konzerns prüfe juristische Schritte, erklärte die Sprecherin. Es seien zudem zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung von Daten ergriffen worden.

Hackerangriffe auf Unternehmen werden immer häufiger. Im Frühjahr machte der japanische Elektronikkonzern Sony Schlagzeilen, weil persönliche Daten von 77 Millionen Nutzern der Spielekonsole PlayStation abgegriffen wurden. Versicherer warnen seit langem davor, dass solche Attacken zu einer zunehmenden Bedrohung für Firmen werden.

Besonders hohe Schäden sind bei IT-Ausfällen an der Börse, bei Telekom- und Mobilfunkunternehmen, im Flug- und Bahnverkehr, bei Banken und auch bei Auto-Herstellern denkbar. Pro gestohlenem Datensatz werden oft 200 Dollar angesetzt. So gehen die Schäden schnell in die Millionen.

 

(Ag. )

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